Abo
  • Services:

Pornofilter: Zugriff auf CCC-Seiten in Großbritannien gesperrt

Der Chaos Computer Club beklagt eine Zensur durch britische Behörden. Besonders schockiert ihn, dass der Zugriff auf die Veranstaltungsseiten zum 31C3 gesperrt ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Eingabemaske für den Internetfilter bei BT
Eingabemaske für den Internetfilter bei BT (Bild: Ofcom)

Internetnutzer in Großbritannien können teilweise nicht mehr auf die Seiten des Chaos Computer Clubs (CCC) zugreifen. Der Verein vermutet, dass seine Seiten in den sogenannten Pornofilter geraten sind, der vor einigen Wochen auf Websites mit extremistischem Inhalt ausgedehnt wurde. Möglicherweise gehe der CCC in Großbritannien, "einem Land, das seit Jahren abseits mitteleuropäischer Standards der Meinungsfreiheit agiert, als 'extremistisch' durch", heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, deutschlandweit
  2. Rodenstock GmbH, München

Der Mitteilung zufolge können Kunden des Providers Vodafone auch die Vorverkaufsseiten für den diesjährigen Chaos Communication Congress (31C3) nicht mehr erreichen.

Auf Druck der britischen Regierung haben sich die größten britischen Internetprovider BT, Virgin, Sky und Talktalk zur Einführung der Filter verpflichtet. Kunden bekommen ein gefiltertes Netz vorgesetzt und müssen ihren Zugang selbst freischalten oder den Provider kontaktieren, wenn sie gesperrte Inhalte sehen wollen. Schon gleich nach dem Start der Filterung zu Beginn des Jahres hatten Kritiker beklagt, dass auch harmlose Seiten gesperrt würden.

Inhalte landen auf geheimen Sperrlisten

Im November wurde die Filterung dann auf extremistische politische Inhalte ausgedehnt, möglicherweise im Zusammenhang mit Botschaften oder Videos des Terrornetzwerks IS. Dem britischen Guardian zufolge wurden die Provider von der Bürgerrechtsorganisation Open Rights Group dafür kritisiert, dass so gemeldete Inhalte auf geheimen Sperrlisten landen würden.

Laut einer britischen Studie lassen nur vier Prozent der Kunden von Virgin Media, fünf Prozent der Kunden von BT und acht Prozent bei Sky das "familienfreundliche Network Level Filtering" eingeschaltet. Bei dem Internet Provider Talktalk sei die Quote mit 36 Prozent dagegen weit höher.

CCC ist schockiert

Nach Ansicht des CCC sind jedoch nicht alle Nutzer in der Lage, die Sperren technisch zu umgehen. So sei die Seite des CCC auch aus Großbritannien weiterhin direkt im Browser über ihre IP-Adresse http://213.73.89.123/ erreichbar. Dies ändere aber nichts daran, dass es zum sogenannten Overblocking komme, "also auch Inhalte gesperrt werden, die keine der faktisch zensierten Themen enthalten".

Der CCC zeigte sich vor allem "schockiert" darüber, dass sogar der Zugang zu den Veranstaltungen erschwert werde. "Wir sehen uns leider darin bestätigt, dass Zensurinfrastruktur - ganz unabhängig vom Land, in dem sie eingesetzt wird - früher oder später auch zur Durchsetzung politischer Interessen eingesetzt wird", sagte CCC-Sprecher Dirk Engling.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. WD Elements Portable 2 TB für 61,99€ statt 69,53€ im Vergleich und SanDisk Ultra...
  2. 79,99€ (Vergleichspreis 99€)
  3. 399€ + Versand (Vergleichspreis 503,98€)
  4. ab 499€ (Vergleichspreis Smartphone ca. 550€, Einzelpreis Tablet 129€)

Palerider 10. Dez 2014

Doch habe ich: durch Mitgliedschaft Einfluss nehmen oder neue Partei gründen. Hat...

Yes!Yes!Yes! 08. Dez 2014

Zumindest Britannien ist ein klar faschistoider Staat.

N4zGuL 08. Dez 2014

EE, Three, Virgin und Sky keine Probleme.

N4zGuL 08. Dez 2014

Das https://www.blocked.org.uk keine verwertbaren Ergebnisse liefert liefert und keine...

tingelchen 07. Dez 2014

Wenn durch einen Fehler ein Schaden entstanden ist, dann ist auch dieser Fehler...


Folgen Sie uns
       


Shadow of the Tomb Raider - Golem.de live Teil 2

In Teil 2 des Livestreams zu Shadow of the Tomb Raider finden wir lustige Grafikfehler und der Chat trinkt zu viel Bier, kann Michael aber trotzdem bei einigen Rätseln helfen.

Shadow of the Tomb Raider - Golem.de live Teil 2 Video aufrufen
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Amazon Alexa: Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass
Amazon Alexa
Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass

Amazon hat einen Subwoofer speziell für Echo-Lautsprecher vorgestellt. Damit sollen die eher bassarmen Lautsprecher mit einem ordentlichen Tiefbass ausgestattet werden. Zudem öffnet Amazon seine Multiroom-Musikfunktion für Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller.

  1. Beosound 2 Bang & Olufsen bringt smarten Lautsprecher für 2.000 Euro
  2. Google und Amazon Markt für smarte Lautsprecher wächst weiter stark
  3. Alexa-Soundbars im Test Sonos' Beam und Polks Command Bar sind die Klangreferenz

    •  /