Abo
  • Services:
Anzeige
Eingabemaske für den Internetfilter bei BT
Eingabemaske für den Internetfilter bei BT (Bild: Ofcom)

Pornofilter: Internet Provider gegen britische Zensurkultur

Eingabemaske für den Internetfilter bei BT
Eingabemaske für den Internetfilter bei BT (Bild: Ofcom)

Deutsche Internet Provider nennen die Ausweitung des britischen Pornofilters um einen Extremismus-Button eine "Einflugschneise für Zensur-Kultur". Der Provider-Verband Eco sei bei der Löschung erwiesener illegaler Inhalte erfolgreicher als die Briten mit geheimen Filterlisten.

Anzeige

Der Provider-Verband Eco hat die Ausweitung des britischen Pornofilters auf extremistische Inhalte und Terrorpropaganda als "Zensur-Kultur" kritisiert. Wirksam sei vielmehr die Löschung illegaler Inhalte - nach einer ausführlichen rechtlichen Prüfung in Kooperation mit den Providern.

Die BBC hatte berichtet, dass die großen Provider des Landes auf Druck der Regierung einen Alarm-Knopf für extremistische Inhalte einführen würden. Laut dem britischen Guardian wurden BT, Virgin, Sky und TalkTalk von der Bürgerrechtsorganisation Open Rights Group dafür kritisiert, dass so gemeldete Inhalte auf geheime Sperrlisten landen würden.

"Rückschritt in der Bekämpfung illegaler Internetinhalte"

Eco-Vorstand Oliver Süme äußerte sich besorgt über die "Ausdehnung des Netzsperrenprinzips" in Großbritannien. "Aus unserer Sicht stellt es einen Rückschritt in der Bekämpfung illegaler Internetinhalte dar. Der Aufbau einer Infrastruktur zur Sperrung und Filterung von Internetinhalten ist aus unserer Sicht nicht nur kontraproduktiv für die Bekämpfung illegaler Inhalte und deren Löschung, sondern auch Einflugschneise für eine Zensur-Kultur, die die Grundprinzipien der Transparenz und Rechtsstaatlichkeit untergräbt." Das britische Filtersystem sei nur bedingt effektiv und mit massiven unerwünschten Nebeneffekten verbunden.

Die Eco-Internet-Beschwerdestelle sei seit über zehn Jahren erfolgreich tätig. Im Jahr 2013 gingen über 91.000 entsprechende Meldungen bei der Beschwerdestelle ein. Im zweiten Quartal 2014 bearbeitete die Beschwerdestelle 254 begründete Hinweise auf kinderpornografische Inhalte im Internet. Im Durchschnitt waren in Deutschland gehostete Inhalte 4,21 Tage nach Beschwerdeeingang nicht mehr verfügbar. Im Ausland gehostete Fälle waren im Durchschnitt nach 6,56 Tagen nicht mehr abrufbar. Alle ausländischen Fälle waren nach zwei Wochen nicht mehr abrufbar.

Die britischen Filter sperren laut Open Rights Group (ORG) 20 Prozent der Webseiten in der Liste der Online-Top-100. Insgesamt werden über 23.000 Webseiten blockiert. Darunter waren zeitweise auch Angebote wie das des Nachrichten-Aggregators Reddit und Open-Source-Webseiten wie Linuxtracker.

Nur 4 Prozent der Kunden von Virgin Media, 5 Prozent der Kunden von BT und 8 Prozent bei Sky lassen das "familienfreundliche Network Level Filtering" eingeschaltet. Bei dem Internet Provider Talktalk ist die Quote mit 36 Prozent dagegen weit höher.


eye home zur Startseite
plutoniumsulfat 19. Nov 2014

Und wie wir am Artikel sehen, werden unsere Kinder gleich so erzogen, dass sie das auch...

Dave Bowman 19. Nov 2014

Beeindruckend, wie viel Arbeit in die Zensur bestimmter texte gesteckt würd. In denen...

plutoniumsulfat 19. Nov 2014

Du musst den Filter beim Provider deaktivieren, wenn ich das richtig verstanden habe.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Schwarz Business IT GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. dSPACE GmbH, Paderborn
  3. T-Systems International GmbH, Aachen
  4. Ratbacher GmbH, Görlitz


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Mad Max, Legend of Tarzan, Conjuring 2, San Andreas, Creed)
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Bildbearbeitung

    Google-Algorithmus entfernt Wasserzeichen auf Fotos

  2. Ladestationen

    Regierung lehnt Zwangsverkabelung von Tiefgaragen ab

  3. Raspberry Pi

    Raspbian auf Stretch upgedated

  4. Trotz Förderung

    Breitbandausbau kommt nur schleppend voran

  5. Nvidia

    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

  6. Grafikkarte

    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro

  7. E-Commerce

    Kartellamt will Online-Shops des Einzelhandels schützen

  8. id Software

    Quake Champions startet in den Early Access

  9. Betrug

    Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Youporn-Mahnungen

  10. Lenovo

    Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Starcraft Remastered: "Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
Starcraft Remastered
"Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
  1. Blizzard Der Name Battle.net bleibt
  2. Blizzard Overwatch bekommt Deathmatches
  3. E-Sport Blizzard nutzt Gamescom für europäische WoW-Finalspiele

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
Game of Thrones
Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  1. HBO Nächste Episode von Game of Thrones geleakt
  2. Hack Game-of-Thrones-Skript von HBO geleakt
  3. Game of Thrones "Der Winter ist da und hat leider unsere Server eingefroren"

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Radeon RX Vega Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
  2. Radeon RX Vega 56 im Test AMD positioniert sich in der Mitte
  3. Workstation AMD bringt Radeon Pro WX 9100

  1. Re: Was für ein Schwachsinn

    masel99 | 20:45

  2. Re: So wird das nichts!

    Deff-Zero | 20:29

  3. Re: Technische Details

    logged_in | 20:22

  4. Re: Hash des Bildes Schriftart auswählen

    logged_in | 20:16

  5. Bringt nix wenn der Backbone nicht mit wächst

    coolbit | 20:08


  1. 14:38

  2. 12:42

  3. 11:59

  4. 11:21

  5. 17:56

  6. 16:20

  7. 15:30

  8. 15:07


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel