Porno-Plattform: Telefónica will gegen Sperrung von xHamster klagen

Der Internet Provider Telefónica Deutschland hält sich an die Auflagen, will aber grundsätzlich rechtliche Klarheit zu der Netzsperre von xHamster herstellen.

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Portal xHamster hat eine Netzsperre.
Portal xHamster hat eine Netzsperre. (Bild: Hans Lucas/Reuters)

Telefónica Deutschland will die Sperrverfügung der Landesmedienanstalten gegen die Porno-Plattform xHamster vor Gericht überprüfen lassen. Der Internet Provider plane "Rechtsmittel einzulegen", sagte Sprecher Klaus Schulze-Löwenberg Golem.de auf Anfrage.

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"Die Netzsperre wurde entsprechend der Aufforderung umgesetzt. Nach aktuellem Stand planen wir Rechtsmittel einzulegen, um eine grundsätzliche rechtliche Klarheit bezüglich dieser Netzsperre herzustellen", betonte Schulze-Löwenberg. Heise Online hatte zuerst darüber berichtet.

Die zuständigen Landesmedienanstalten hatten den fünf größten deutschen Internetanbietern Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica, 1&1 und Tele Columbus mitgeteilt, sie sollten das deutsche Angebot von xHamster.com sperren, hatte die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) am 3. März 2022 erklärt. "Auf der Seite sind pornografische Angebote frei zugänglich - ohne dass sichergestellt ist, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang dazu erhalten", hieß es zur Begründung. Konkret soll der Zugang zu de.xhamster.com verwehrt werden.

Sperren können umgangen werden

xHamster hatte der Nachrichtenagentur dpa mitgeteilt, Netzsperren seien "weit von einer optimalen Lösung entfernt". Durch sie würden junge Menschen lediglich auf kleinere Seiten ausweichen, bei denen sie extremeren Inhalten ausgesetzt seien. Das Unternehmen sei bereit, mit den deutschen Behörden zusammenzuarbeiten und eine Altersverifikation einzusetzen. Dies müsse aber branchenweit geschehen. xHamster gehört dem zypriotischen Unternehmens Hammy Media mit Hauptsitz in Limassol.

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Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat im Dezember 2021 ein Zugangsverbot für die Pornoseiten Pornhub, Youporn und Mydirtyhobby bestätigt. Ein solches Verbot sei mit EU-Recht vereinbar.

Access-Provider-Sperren lassen sich umgehen, räumte die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ein. Doch immerhin verhinderten sie "eine zufällige und ungewollte Konfrontation mit dem Angebot. Zudem ist es gerade für jüngere Kinder - also die, die besonders schutzbedürftig sind - sehr schwer, Access-Provider-Sperren zu umgehen".

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Bonarewitz 12. Mär 2022

Da kann man nur mutmaßen. Aber es beantwortet definitiv die Frage des TO

johnripper 11. Mär 2022

Wieso brauche ich einen anderen DNS Server? 10.1.2.1 und 10.10.2.1 lösen alles korrekt auf.

berritorre 11. Mär 2022

OK, hätte vielleicht "Problem" auch in Anführungszeichen setzen sollen. Denn ich sehe...

bootstorm 11. Mär 2022

Dass die Verantwortlichen bei Telefonica abgewichst sind und mit jedem Wasser gewaschen



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