Abo
  • Services:

Pornhub: Machine-Learning-System ordnet Videos Pornodarstellern zu

Wer war in welchem Video zu sehen? Auf Pornhub werden in Zukunft Darsteller anhand von Bilderkennung automatisch entsprechenden Videos zugeordnet. Später sollen auch Kriterien wie Körpermerkmale und Drehort analysiert werden können. Ein wichtiger Bestandteil: die Community.

Artikel veröffentlicht am ,
Mithilfe von Machine Learning sollen die vielen Darsteller auf Pornhub erkannt werden.
Mithilfe von Machine Learning sollen die vielen Darsteller auf Pornhub erkannt werden. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Die Onlineplattform für pornografische Inhalte Pornhub will einen Machine-Learning-Algorithmus zur Katalogisierung seiner Videodatenbank verwenden. Die erste Betaversion ist bereits im Einsatz. Es sollen mehr als 10.000 Pornostars automatisch erkannt werden. Das System soll parallel zu bereits vorhandenen Mechanismen wie dem Taggen der Videos durch die Community laufen.

Stellenmarkt
  1. Sparkasse Herford, Herford
  2. Bremer Rechenzentrum GmbH, Bremen

Für die Bilderkennung von Darstellern nutzt Pornhub sowohl offizielle Referenzbilder als auch Videomaterial und trainiert anhand dieser Daten ein Machine-Learning-Modell. Dieses läuft dann über die gesamte Online-Datenbank und taggt Pornodarsteller nach ihrem Namen beziehungsweise Künstlernamen. Nutzer sollen die vergebenen Tags positiv oder negativ bewerten können. Dadurch erkennt das Modell dessen Korrektheit und stellt sich entsprechend darauf ein.

Das automatische Taggen von Videos ist wesentlich schneller als die manuelle Sortierung. Laut der Pressemitteilung konnte das noch in der Beta befindliche Modell in einem Monat 50.000 Videos zuordnen. Täglich werden bis zu 10.000 neue Videos auf die Seite hochgeladen - rund 300.000 im Monat.

Mehr als fünf Millionen Videos in einem Jahr analysieren

Trotz des großen, täglichen Zuwachses an Inhalten will das Unternehmen innerhalb des kommenden Jahres alle fünf Millionen Videos in der Datenbank analysieren und zuordnen. Außerdem sind weitere Einsatzzwecke geplant. Per Machine Learning sollen in Zukunft auch die Kategorie und Tags der Videos gescannt werden. Das System kann damit beispielsweise Videos nach Szenerie, Haarfarbe der Darsteller oder Sexpositionen einordnen. Aber auch Anwendungsgebiete wie das Entdecken von Spam sind in Zukunft denkbar.

Auch andere Unternehmen nutzen Machine Learning für diverse Anwendungsmöglichkeiten. Youtube erkennt beispielsweise terroristische oder rassistische Inhalte automatisch und unterstützt damit effizient deren Löschung. Das Projekt Google Lens nutzt Smartphonekameras zur Erkennung von Informationen in aufgenommen Bildern. Microsoft will in der App Photos Bilder anhand von zu sehenden Motiven sortieren.

Es könnte durchaus sein, dass auf Pornhub registrierte Amateure oder einfach geleakte Videos von bekannten und unbekannten Personen, die nicht unbedingt direkt erkannt werden wollen, analysiert und gefunden werden. Da das Modell auch stark auf die Richtigkeit der Angaben durch die auch mal falsch liegende Community angewiesen ist, könnten diese Fehlentscheidungen auch vom Algorithmus getroffen werden. Bei einer Nutzerbasis von angegebenen 10 Millionen Mitgliedern dürfte das aber sehr selten vorkommen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. für 147,99€ statt 259,94€
  2. 107,85€ + Versand
  3. 229,90€ + 5,99€ Versand
  4. und Vive Pro vorbestellbar

chewbacca0815 13. Okt 2017

Probier's mal mit FFF, FFM oder FMM als Filterkriterien ;-) (F = Female, M = Male)

Neuro-Chef 13. Okt 2017

Und im nächsten Schritt generiert ein "träumender" Machine Learning KI Chip dann Pornos...

Neuro-Chef 13. Okt 2017

http://www.michael-balser.de/thenilold.jpg

Neuro-Chef 13. Okt 2017

Würde mich wundern, wenn die in der Überzahl sind, egal wie gemessen.

Geistesgegenwart 12. Okt 2017

Ein 100er ist aber nicht dein Lebensunterhalt, oder?


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test

Das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ sind Samsungs neue Oberklasse-Smartphones. Golem.de hat sich im Test besonders die neuen Kameras angeschaut, die eine variable Blende haben.

Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test Video aufrufen
HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

    •  /