Popslate 2: E-Ink-Display für iPhone gescheitert

Einkaufszettel, Terminkalender oder Kartenausschnitte sollten sich auf dem E-Ink-Display des Herstellers Popslate anzeigen lassen. Doch das Crowdfunding-Projekt ist nun aus Geldmangel gescheitert. Unterstützer gehen leer aus und verlieren ihr Investment.

Artikel veröffentlicht am ,
Popslate 2
Popslate 2 (Bild: Indiegogo)

Crowdfunding ist risikobehaftet und nicht mit dem Kauf eines Produktes vergleichbar. Das mussten gerade die Unterstützer der iPhone-Hülle Popslate 2 erfahren, deren Projekt eingestellt wurde. Das Unternehmen hatte zuvor zwar schon eine Hülle für das iPhone 5 erfolgreich auf den Markt gebracht, doch mit Version 2 für das iPhone 6 und 7 scheiterten sie. Die Gründe sind vielfältig.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen mit dem Schwerpunkt (Satelliten-)Fernerkundung
    Umweltbundesamt, Berlin, Leipzig, Dessau-Roßlau
  2. Embedded Linux Software Engineer (m/w/d)
    QEST Quantenelektronische Systeme GmbH, Holzgerlingen
Detailsuche

Viele Unterstützer dürften nicht an der Realisierbarkeit von Popslate 2 für das iPhone 6/6s gezweifelt haben, da bereits ein erfolgreiches Produkt vom gleichen Unternehmen entwickelt wurde. Die Neuauflage sollte zudem als Zusatzakku für das iPhone genutzt werden können.

Auf Indiegogo erlöste die Crowdfunding-Kampagne 1,1 Millionen US-Dollar. Die Entwickler versprachen, dass die Hülle Mitte 2016 ausgeliefert werde. Bei Hardware-Projekten kommt es indes immer wieder zu Verzögerungen, so dass die Verschiebung der Auslieferung auf Oktober 2016 nicht ungewöhnlich war.

  • Popslate 2 (Bild: Indiegogo)
  • Popslate 2 (Bild: Indiegogo)
  • Popslate 2 (Bild: Indiegogo)
  • Popslate 2 (Bild: Indiegogo)
  • Popslate 2 (Bild: Indiegogo)
Popslate 2 (Bild: Indiegogo)

Allerdings arbeiteten erste Prototypen nicht wie gewünscht, wie das Unternehmen einräumte. Im September wurde zudem das iPhone 7 angekündigt, dessen Gehäuse nicht zum Popslate 2 passte. Das brachte die Entwickler der E-Ink-Hülle dazu, eine Hybridversion zu planen, die mit dem iPhone 6/6S und dem neuen iPhone 7 kompatibel sein sollte.

Golem Karrierewelt
  1. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, Virtuell
  2. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Erst spät stellten sie fest, dass dies unvereinbar mit Apples Richtlinien für die Zertifizierung nach dem "Made For iPhone"-Programm war. Daraufhin sollte es individuelle Hüllen für die iPhones geben. Im Januar 2017 traten nach Angaben des Unternehmens neue Probleme auf: Die Hüllen konnten nicht zertifiziert werden, weil sie die Empfangsleistung der Smartphones herabsetzten.

Auch die Ladefunktion, für die der Zusatzakku gut sein sollte, funktionierte nicht wie gewünscht. Daraufhin wurde den Unterstützern mitgeteilt, dass sich die Auslieferung auf März 2017 verschiebe. Der Grund für die starke Abschirmung lag in den verwendeten Materialien. Die dadurch entstehenden Kosten konnte das Unternehmen offenbar nicht mehr aufbringen.

Die Unternehmensgründer planen nun die Auflösung von Popslate. Die Unterstützer gehen leer aus: Es gibt kein Geld mehr, das zurückgegeben werden könnte. Für Popslate 2 mussten die Geldgeber über Indiegogo pro Hülle 69 US-Dollar riskieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Bassa 20. Mär 2017

Duden (http://www.duden.de/rechtschreibung/kosten_betragen_beanspruchen...

EWCH 20. Mär 2017

Das ist natuerlich ein Problem beim Crowdfunding. Normalerweise werden Investoren...

Phreeze 20. Mär 2017

https://www.facebook.com/groups/1178150862229253/ Für alle Nicht-FB-Verweigerer ;)

lejared 20. Mär 2017

Die Gründe für das Scheitern kommen mir ehrlich gesagt etwas naiv vor. Dass Apple jeders...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Die große Umfrage
Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023

Golem.de und Statista haben 23.000 Fachkräfte nach ihrer Arbeit gefragt. Das Ergebnis ist eine Liste der 175 besten Unternehmen für IT-Profis.

Die große Umfrage: Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023
Artikel
  1. Roadmap: CD Projekt kündigt neues Cyberpunk und mehrere Witcher an
    Roadmap
    CD Projekt kündigt neues Cyberpunk und mehrere Witcher an

    Project Polaris wird eine Witcher-Saga, Orion das nächste Cyberpunk 2077 und Hadar etwas ganz Neues: CD Projekt hat seine Pläne vorgestellt.

  2. Monitoring von Container-Landschaften: Prometheus ist nicht alles
    Monitoring von Container-Landschaften
    Prometheus ist nicht alles

    Betreuer von Kubernetes und Co., die sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigen, nehmen beim metrikbasierte Monitoring unwissentlich einige Nachteile in Kauf. Eventuell ist es notwendig, den üblichen Tool-Stack zu ergänzen.
    Von Valentin Höbel

  3. Elektromobilität: Sixt bestellt 100.000 Elektroautos bei BYD
    Elektromobilität
    Sixt bestellt 100.000 Elektroautos bei BYD

    Der Autovermieter Sixt macht Ernst mit der Umstellung seiner Flotte auf Elektroautos.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 3 Spiele für 49€ • Saturn Gutscheinheft • Günstig wie nie: LG OLED 48" 799€, Xbox Elite Controller 2 114,99€, AOC 28" 4K UHD 144 Hz 600,89€, Corsair RGB Midi-Tower 269,90€, Sandisk microSDXC 512GB 39€ • Bis zu 15% im eBay Restore • MindStar (PowerColor RX 6700 XT 489€) [Werbung]
    •  /