Poppenreuth: Gemeinde lässt Telekom das Funkloch doch nicht schließen
Poppenreuth, ein Gemeindeteil der Stadt Waldershof im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth, bat die Deutsche Telekom Ende 2022 um die Schließung des dortigen Funklochs. Doch nach ständigen Problemen mit der Gemeinde beim Antennenaufbau gibt der Netzbetreiber jetzt auf. Mittelfristig sei nun ein Mobilfunkmast in Poppenreuth "gestorben", sagte Bürgermeisterin Margit Bayer laut einem Bericht der Tageszeitung Der neue Tag(öffnet im neuen Fenster).
Laut Angaben der Telekom kam die Kommune Ende 2022 auf sie zu und bat um eine Verbesserung des Mobilfunks. Laut dem Zeitungsbericht wurde der Mobilfunkmast in Poppenreuth von einem Großteil der dortigen Bürger vehement eingefordert, um endlich das Mobilfunkloch in diesem Bereich zu schließen.
"Wir prüften das und stellten fest: Ja, hier gibt es wirklich Ausbaubedarf", sagte Telekom-Sprecher Markus Jodl Golem. "Unsere ersten Planungen sahen vor, einen Standort vor dem Sportplatz in Richtung der Haushalte zu bauen." Doch dagegen habe es Widerstand der Anwohner gegeben.
Telekom: Nun ist der Kipppunkt erreicht
Der Kompromiss von September 2024 lautete: "Nun sollte der Standort hinter den Sportplatz und damit weiter entfernt von den Häusern sein. Bei einer Bürgerbefragung stimmte eine große Mehrheit für diesen neuen Standort(öffnet im neuen Fenster). Die Entscheidung wurde durch ein EMF-Gutachten gestützt, das die Gemeinde für rund 10.000 Euro in Auftrag gegeben hatte", erklärte Jodl.
Der Vorsitzende des SV Poppenreuth(öffnet im neuen Fenster) verwies laut Der neue Tag darauf, dass an dieser Stelle eine Gasleitung durchlaufe, so dass der Mast hier keinesfalls aufgestellt werden könne. Laut Jodl sei das nicht nachvollziehbar: "Bei der betriebstechnischen Begehung war die Gasleitung Thema. Die Lösung: Wir verschieben den Mast einfach um 3,5 Meter und das Problem wäre gelöst. Doch der Verein blockiert und will uns de facto in eine komplette Neuplanung mit ungewissem Ausgang zwingen. Wir haben enorm viel Zeit, Geld und Energie in diesen Kundenwunsch investiert, aber nun ist der Kipppunkt erreicht: Wir haben der Gemeinde mitgeteilt, dass wir den Standort nicht bauen werden." Poppenreuth bleibt ein weißer Fleck.
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