Atari Inc.: US-Niederlassung von Atari stellt Insolvenzantrag
Seit 40 Jahren gibt es Atari(öffnet im neuen Fenster), das Logo ist in Spielerkreisen fast so bekannt wie das von Getränkeherstellern oder Automarken – trotzdem kämpft die Firma seit Jahren mit Schwierigkeiten. Jetzt hat die US-Niederlassung Atari Inc. laut einem Bericht der L.A. Times(öffnet im neuen Fenster) einen Insolvenzantrag gestellt. Ziel ist es offenbar, dass sich die Tochter mit Sitz in New York von der Mutter Atari S.A. mit Sitz in Frankreich lösen kann.
Die vergleichsweise komplizierte Unternehmensstruktur mit der US-Niederlassung, die einen Großteil des Umsatzes und Gewinns erzielt, und der Zentrale in Paris gilt als einer der Gründe, warum Atari in Schwierigkeiten steckt. Zuletzt hatte es laut der L.A. Times massive Probleme bei der Finanzierung von Projekten gegeben, die sich mitten in der Entwicklung befinden, insbesondere einem Echtgeldglücksspiel namens Atari Casino. Das US-Management hofft laut dem Bericht, dass die Niederlassung weitgehend schuldenfrei und unabhängig neu durchstarten kann, falls Atari Inc. die Insolvenz übersteht.
Nachtrag vom 23. Januar 2013, 9:30 Uhr
Inzwischen hat auch die französische Zentrale von Atari das Insolvenzverfahren eröffnet. Das einst als Infogrames gegründete Unternehmen nennt als wichtigste Ursache(öffnet im neuen Fenster), dass ein Investor seine Kredite termingerecht zum 31. März 2013 zurückfordert und keine neuen Finanzmittel zur Verfügung stehen würden. Es ist geplant, Marken aus dem umfangreichen Portfolio an andere Firmen zu verkaufen.
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