Polizei: Vier Durchsuchungen wegen Missbrauch von Lernplattform

Auf den Lernplattformen von 31 Schulen sollen die Täter Drohungen zu Amokläufen, Bomben und Mord versendet haben.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Wie sich die Schüler wohl gefühlt haben?
Wie sich die Schüler wohl gefühlt haben? (Bild: Jan Vasek/Pixabay)

Die Polizei hat vier Wohnungen in drei Bundesländern wegen des Verdachts auf Internetkriminalität durchsucht. Wie die Kriminalpolizei Braunschweig am Freitag mitteilte, durchsuchten die Beamten am 10. Februar sowie am 19. Januar Anschriften in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Verdächtigen sollen Schülerkonten auf der digitalen Lernplattform Iserv übernommen und mit ihnen unter anderem Drohmails verschickt haben.

Stellenmarkt
  1. IT-Administration / Systemadministration für Einrichtung / Betrieb / kontinuierliche Wartung ... (m/w/d)
    reflact AG, Oberhausen
  2. Frontend Entwickler (m/w/d)
    Alsterspree Verlag GmbH, Berlin
Detailsuche

Den Angaben zufolge wurden im August 2021 Hunderte Iserv-Konten gekapert. Darüber verschickten die mutmaßlichen Täter unter anderem Drohungen zu Amokläufen, Bomben und Morden an 31 Schulen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Baden-Württemberg. Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt seitdem gemeinsam mit der Abteilung Cybercrime der Braunschweiger Kriminalpolizei gegen die Verdächtigen.

"Nach bisherigem Ermittlungsstand ist deutlich geworden, dass der Server der Schulplattform Iserv nicht die IT-Schwachstelle darstellte", heißt es von der Polizei. Weitere Angaben zum Vorgehen der Täter machte die Polizei nicht. Die Angreifer könnten beispielsweise über schwache Passwörter oder Zugangsdaten, welche die Nutzer auch bei anderen Diensten verwendet hatten und dort von einem Datenleck betroffen waren, eingedrungen sein.

Verdacht gegen die mutmaßlichen Täter erhärtet

Die Ermittler werfen den mutmaßlichen Tätern die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, Bedrohung, Ausspähen von Daten und übler Nachrede vor. Bei den Durchsuchungen stellte die Polizei Computer, Laptops, Handys und Speichermedien sicher. Der Verdacht gegen die mutmaßlichen Täter habe sich durch die Auswertung der Geräte erhärtet, erklärten die Polizeikräfte.

Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    19./20.07.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    08.-10.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Im vergangenen Jahr gab es immer wieder Angriffe auf die digitalen Lernplattformen der Schulen, die während der Corona-Pandemie zum Schulalltag wurden. So nahm ein 14-Jähriger eine Lernplattform in Rheinland-Pfalz vom Netz. Manche Lernplattformen brachen jedoch auch einfach unter der Last an Zugriffen am ersten Schultag nach den Ferien zusammen, weil sie dafür nicht ausgelegt waren. Andere sollen per DDoS (Distributed Denial of Service) angegriffen worden sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


sfe (Golem.de) 12. Feb 2022

Bevor der Thread noch weiter abrutscht, wird er geschlossen. Sebastian Fels (golem.de)

Sharra 12. Feb 2022

Wie ich schon des Öfteren erwähnte: Wenn du eine Aktion mit Dummheit erklären kannst, ist...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Optibike
E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro

Das E-Bike Optibike R22 Everest setzt mit seinen zwei Akkus auf Reichweite.

Optibike: E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro
Artikel
  1. Krypto-Kriminalität: Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin
    Krypto-Kriminalität
    Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin

    Deutsche und internationale Behörden suchen nach den Hintermännern und -frauen von Onecoin. Der Schaden durch Betrug mit der vermeintlichen Kryptowährung geht in die Milliarden.

  2. Hassrede: Bayern will soziale Netzwerke bestrafen
    Hassrede
    Bayern will soziale Netzwerke bestrafen

    Der bayrische Justizminister fordert, bei der Verbreitung von Hassrede auch die Betreiber von sozialen Medien stärker zur Verantwortung zu ziehen.

  3. Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
    Prehistoric Planet
    Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

    Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
    Ein IMHO von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 870 QVO 1 TB 79€ • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Alternate (u. a. Recaro Rae Essential 429€) • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • SanDisk Ultra microSDXC 256 GB ab 14,99€ • Sackboy 19,99€ [Werbung]
    •  /