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Polizei: Kripo ermittelt auch mit Google Trends

Landeskriminalämter stützen ihre Ermittlungen auch auf Google Trends. Laut einer NDR-Recherche sind die Daten aber wenig aussagekräftig.

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Die Ergebnisse von Google Trends sind offenbar fehlerhaft - die Polizei nutzt sie trotzdem.
Die Ergebnisse von Google Trends sind offenbar fehlerhaft - die Polizei nutzt sie trotzdem. (Bild: ALASTAIR PIKE/AFP via Getty Images)

Neben Presse, Wissenschaft und SEO-Experten greift offenbar auch die Kriminalpolizei auf den Dienst Google Trends zurück, der Details dazu liefern soll, welche Begriffe wie häufig in die Google-Suchmaschine eingeben werden. Das geht aus einer Anfrage des NDR hervor, die Teil einer größeren Recherche zu Google Trends ist.

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In dem Bericht auf Tagesschau.de heißt es: "Außerdem erklärte das Landeskriminalamt Bayern auf Anfrage des NDR, dass Recherchen mit Google Trends 'regelmäßig im Rahmen von Ermittlungen durchgeführt' würden, auch wenn die Ergebnisse im Vergleich zu anderen Methoden einen geringen Stellenwert aufwiesen. Andere Landeskriminalämter bestätigten den Einsatz ebenfalls."

Inwiefern die Ergebnisse aus Google Trends, die ja einfach nur auf Suchbegriffen basieren, überhaupt als Ermittlungsansatz taugen und für welche Art von Straftaten dieses Mittel eingesetzt wird, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die Recherche des NDR legt aber nahe, dass der Rückgriff auf den Dienst nicht nur bei der Polizei mit Vorsicht zu genießen sein sollte.

Gemeinsam mit einem Big-Data-Analyseunternehmen und Wissenschaftlern hat das Team des NDR die Ergebnisse von Google Trends analysiert. Demnach seien diese Daten "widersprüchlich" und ließen "kaum ernsthafte Rückschlüsse" zu, erklärte das Rechercheteam. "Immer wieder führten identische Suchabfragen, durchgeführt zu verschiedenen Zeitpunkten, zu teils eklatant unterschiedlichen Ergebnissen", heißt es in dem Bericht.

Es sollte hinlänglich bekannt sein, dass Google Trends lediglich ein recht einfaches Hilfsmittel sein kann, um aktuelle Ereignisse beziehungsweise Suchanfragen zu verfolgen. Die Daten von Google dürften aufgrund ihrer Erhebung sowieso schon deutlich weniger aussagekräftig sein als etwa eine wissenschaftliche oder repräsentative Datenerhebung. Doch dass auch angesichts dessen die Daten von Google selbst offenbar widersprüchlich sind, ist zumindest überraschend.

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User_x 06. Jun 2020 / Themenstart

Das ist eigentlich Traurig, dass die an sowas glauben? Genausogut hilft denen dabei eine...

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