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Polizei: 1.600 Verdächtige sollen Kinderpornos geteilt haben

Über mehrere Messenger -Gruppen hinweg hat die Polizei Verdächtige ermittelt, die Kinderpornos geteilt haben sollen.
/ Moritz Tremmel , dpa
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Blaulicht (Bild: Fleimax/Pixabay)
Blaulicht Bild: Fleimax/Pixabay

Die Kriminalpolizei Amberg hat mehr als 1.600 Verdächtige nach dem Teilen von kinder- und jugendpornografischem Material in Chatgruppen ermittelt. Ausgangspunkt sei eine Anzeige Anfang des Jahres gewesen, teilte die Polizei am 23. Juli mit(öffnet im neuen Fenster) . Bei der Auswertung eines Smartphones seien die Ermittler auf weitere Chatgruppen in Messengerdiensten gestoßen, in denen Bilder und Videos mit Missbrauchsabbildungen von Kindern, Jugendlichen und Tieren sowie gewaltverherrlichende und volksverhetzende Inhalte geteilt wurden.

Fünf Monate lang verfolgten die Beamten daraufhin verdeckt den Weg des Materials durch verschiedene Gruppen zu zahlreichen Geräten. Letztlich identifizierten die Ermittler Hunderte Verdächtige in ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und den USA. Darunter seien auch viele Minderjährige, sagte ein Polizeisprecher. Wie viele der Verdächtigen bereits polizeibekannt waren, konnte er zunächst nicht sagen.

Bei Verurteilung droht mindestens ein Jahr Haft

Die Ermittlungsarbeit sei nun in Form von mehreren Hunderttausend DIN-A4-Seiten in 21 Umzugskartons an die Staatsanwaltschaft Amberg übergeben worden. "Das multipliziert sich schnell" , sagte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen seien "sehr arbeitsintensiv" gewesen – und es könne sein, dass aus den beiden Großverfahren noch weitere Anschlussermittlungen folgen.

Den Verdächtigen drohen den Polizeiangaben zufolge bei Verurteilungen Haftstrafen von mindestens einem Jahr. "Neben Menschen mit pädophilen Neigungen sind es häufig auch Kinder und Jugendliche, die achtlos derartiges Material in Gruppenchats verschicken und sich damit regelmäßig strafbar machen," sagte der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Amberg, Peter Krämer. Er appellierte deshalb an Eltern, ihre Kinder für das Thema zu sensibilisieren.


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