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Politwoops: Gelöscht ist nicht mehr gelöscht

Auch Politiker sollten peinliche Beiträge auf Twitter wieder löschen können: Aus diesem Grund hatte Twitter der Webseite Politwoops den Zugriff auf seine API gesperrt. Nun macht das soziale Netzwerk einen Rückzieher.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Politwoops (Bild: Politwoops)
Artwork von Politwoops Bild: Politwoops

Kontroverse, skurrile oder peinliche Wortmeldungen von Politikern auf Twitter sind manchmal die interessantesten – und werden oft schnell wieder gelöscht. Die Webseite Politwoops(öffnet im neuen Fenster) wird diese Beiträge demnächst wieder weltweit sammeln und archivieren können. Twitter hat angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , den Betreibern des Watchblogs wieder den nötigen Zugriff auf seine Schnittstellen zu gewähren. Damit soll Politwoops wieder in der Lage sein, die gelöschten Statements von ausgewählten Politikern auf seinen weltweit rund 30 Partnerseiten zu veröffentlichen.

In Deutschland arbeiten die Betreiber mit Netzpolitik.org zusammen. Durch diese Kooperation ist unter anderem 2013 ein Tweet des damaligen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück(öffnet im neuen Fenster) aufgefallen, der über die seiner Auffassung nach geringe Bedeutung von Netzpolitik gespottet hatte. Steinbrück hatte den Beitrag fast sofort wieder gelöscht, im Archiv war er aber noch zu finden.

Twitter hatte den Zugriff auf seine API im Sommer 2015 mit der Begründung unterbunden, dass das Löschen eines Tweets eine Meinungsäußerung sei, auf die auch Politiker ein Recht hätten. Anschließend hatten Netzaktivisten eine breit unterstützte Petition gestartet, um Twitter zu einem Umdenken zu bewegen. Der Neustart von Politwoops dürfte Twitter auch helfen, wieder mehr Aufmerksamkeit zu finden – schließlich stehen in den USA Wahlen an.


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