Abo
  • IT-Karriere:

Politische Werbung: Google veröffentlicht Datenbank aller Werbekunden

Die großen IT-Konzerne haben mehr Transparenz bei politischer Werbung versprochen. Nach Facebook zeigt nun auch Google die Herkunft der Anzeigen. Der beste Kunde ist nicht gerade ein Freund des Silicon Valleys.

Artikel veröffentlicht am ,
Politische Werbung für US-Präsident Donald Trump
Politische Werbung für US-Präsident Donald Trump (Bild: youtube.com)

Der US-amerikanische IT-Konzern Google will künftig die Herkunft politischer Werbeanzeigen transparenter machen. Das Unternehmen ergänzte seine bisherigen Transparenzberichte um die Rubrik Politische Werbung. Zumindest für die USA lässt sich damit nachvollziehen, welche Organisation in welcher Höhe auf Google-Diensten geworben hat.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Düsseldorf

Aus der aktuellen Liste geht beispielsweise hervor, dass das Komitee zur Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump mit Ausgaben in Höhe von fast 630.000 US-Dollar seit Ende Mai 2018 der beste politische Werbekunde von Google ist. Dahinter kommt die ebenfalls konservative Organisation One Nation (früher Alliance for America's Future), die 440.000 US-Dollar in den vergangenen zweieinhalb Monaten ausgab. Danach folgt mit gut 340.000 US-Dollar die Organisation Planned Parenthood, die Frauen in den USA unter anderem Hilfe bei Schwangerschaftsabbrüchen anbietet

Aclus teuerster Suchbegriff

Die Statistik enthält zudem Angaben darüber, wie teuer eine bestimmte Anzeige war und in welchem Zugriffsbereich sie gelegen hat. So gab die Trump-Kampagne beispielsweise nicht mehr als 50.000 US-Dollar pro Anzeige aus. Dafür erzielten die Anzeigen zwischen einer und zehn Millionen Zugriffe. Ebenfalls nennt die Statistik die sechs Suchbegriffe mit den höchsten Anzeigenvolumen. Dabei lag seit 31. Mai 2018 der Name der Bürgerrechtsorganisation Aclu vorn, für den 37.500 US-Dollar bezahlt wurden.

Die Statistik ist aber alles andere als vollständig. So enthält sie nach Darstellung von Techcrunch lediglich Kandidaten-Anzeigen und keine Anzeigen zu allgemeinen politischen Themen. Das heißt, die Werbung von Planned Parenthood wird nur dann aufgelistet, wenn sie beispielsweise Anti-Werbung zu Trump schaltet, der die staatliche Förderung von Abtreibungskliniken streichen möchte.

Facebook und Twitter sind ebenfalls transparenter

Zwar gibt die Statistik auch an, für wie viel Geld in einem bestimmten Wahlbezirk geworben wurde. Doch es ist nicht ersichtlich, welche Anzeigen für das Geld geschaltet wurden. Ebenfalls gelten die Angaben ausschließlich in den USA und nicht für andere Länder.

Neben Google hat auch Facebook mehr Transparenz bei politischen Anzeigen versprochen. Diese lassen sich inzwischen über eine eigene Seite durchsuchen. Auf Twitter findet sich ebenfalls eine entsprechende Suchfunktion.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 72,99€ (Release am 19. September)
  2. 349,00€
  3. 529,00€

Crass Spektakel 22. Aug 2018

Sei froh daß Dein Bekannter wenigstens noch ehrlich zu sich selber ist. Die meisten...

Crass Spektakel 22. Aug 2018

Und wo ist das Problem für die Website hier die passenden Inserenten anzugeben? Du...

Bosancero 17. Aug 2018

Muss er ja nicht, die Taten sprechen klare Worte.

Ankerwerfer 17. Aug 2018

Hey, wir können Trump ein mal im Artikel erwähnen. Schnell ein Trump ins Thumbnail. Gibt...


Folgen Sie uns
       


AMD stellt Navi-Grafikkarten vor

Die neuen GPUs sollen deutlich effizienter und leistungsstärker sein und ab Juli 2019 verfügbar sein.

AMD stellt Navi-Grafikkarten vor Video aufrufen
Kickstarter: Scheitern in aller Öffentlichkeit
Kickstarter
Scheitern in aller Öffentlichkeit

Kickstarter ermöglicht es kleinen Indie-Teams, die Entwicklung ihres Spiels zu finanzieren. Doch Geld allein ist nicht genug, um alle Probleme der Spieleentwicklung zu lösen. Und was, wenn das Geld ausgeht?
Ein Bericht von Daniel Ziegener

  1. Killerwhale Games Verdacht auf Betrug beim Kickstarter-Erfolgsspiel Raw
  2. The Farm 51 Chernobylite braucht Geld für akkurates Atomkraftwerk
  3. E-Pad Neues Android-Tablet mit E-Paper-Display und Stift

Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

    •  /