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0rbit: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Politiker-Hack

0rbit hat persönliche Daten von Politikern und Prominenten veröffentlicht - und soll diese teils erpresst haben.

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Bundestag
Bundestag (Bild: Adil Nahim/Pixabay)

Anfang 2019 machte der Politiker-Hack Furore: Unter dem Pseudonym 0rbit soll der damals 20-jährige Johannes S. persönliche Daten von Politikern und Prominenten über Twitter veröffentlicht haben. Vor der Veröffentlichung soll der heute 22-Jährige versucht haben, sechs Politiker mit den Daten zu erpressen. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat nun Anklage erhoben.

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"Dem Angeschuldigten wird insbesondere vorgeworfen, in der Zeit von August 2015 bis Januar 2019 in 73 Fällen personenbezogene Daten von Politikern, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens ausgespäht zu haben", erklärt die Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Dabei handle "es sich um teils sehr persönliche Daten wie Chats mit Familienmitgliedern, private Urlaubsbilder, Telefonnummern, Einzugsermächtigungen, Kontoauszüge und Kreditkartendaten".

Über "Passwort zurücksetzen" ins E-Mail-Konto

An die Zugangsdaten der E-Mail-Konten der Betroffenen soll 0rbit in mehreren Fällen über die Passwortrücksetzungsfunktion gelangt sein. In weiteren Fällen soll der Angeklagte von Dritten ausgespähte Zugangsdaten aufgekauft haben, erklärt die Staatsanwaltschaft.

Mit den Zugangsdaten soll 0rbit an die persönlichen Daten der Betroffenen gelangt sein. Durch die Änderung der Passwörter soll er diesen zudem den Zugriff auf ihre Konten genommen haben. "Dem Angeschuldigten wird zudem die versuchte Erpressung von sechs Abgeordneten des Deutschen Bundestages vorgeworfen", schreibt die Staatsanwaltschaft. Den betroffenen Politikern habe er mit der Veröffentlichung ihrer Daten gedroht und eine Zahlung von Bitcoins im Wert von 900 Euro verlangt.

Anschließend veröffentlichte 0rbit die Daten in Form eines Adventskalenders über Twitter. Größere Aufmerksamkeit erhielten sie jedoch erst im Januar 2019, als 0rbit das Twitter-Konto des bekannten Youtubers Unge übernahm, indem er den Twitter-Support dazu brachte, die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die das Konto von Unge eigentlich schützen sollte, zu deaktivieren. Doch 0rbit beging einige Fehler - unter anderem äußerte er sich allzu freimütig zu seinen Aktivitäten im Internet - was die Ermittler letztlich zu Johannes S. führte, der mutmaßlich hinter dem Pseudonym steht.

Vom Politiker-Hack sind alle im Bundestag vertretenen Parteien betroffen - mit Ausnahme der AfD. Nicht auszuschließen ist, dass dies mit einer rechten Gesinnung 0rbits zusammenhängt. Dieser hatte die Datenleaks damit begründet, dass er sich über öffentliche Äußerungen der betroffenen Personen geärgert habe. Die Staatsanwaltschaft will jedoch keine "gezielte Auswahl, mit der etwa politische Ziele verfolgt werden könnten", erkennen.

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