Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Golem Plus Artikel
Politik:
Wie China über Technologie-Exporte Interessen durchsetzt

Peking kontrolliert zunehmend technologisch relevante Ausfuhren, um geopolitische Macht auszuüben – und zeigt im Zollstreit mit den USA, wie stark es ist.
/ Gerd Mischler
4 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Container im Hafen von Nanjing in der ostchinesischen Provinz Jiangsu (Bild: AFP via Getty Images)
Container im Hafen von Nanjing in der ostchinesischen Provinz Jiangsu Bild: AFP via Getty Images

Ob Photovoltaik, Batterien für die Elektromobilität oder Medikamente: China dominiert in vielen Technologien die globalen Wertschöpfungsketten. Inzwischen hat das Land auch in der Halbleiterentwicklung und -fertigung massiv aufgeholt. Daher fürchtet sich Peking nicht mehr vor Vergeltungsmaßnahmen der USA oder des Westens, wenn es von seinem umfangreichen Exportkontrollrecht Gebrauch macht. Das wird an Chinas Verhalten im Zollstreit mit US-Präsident Donald Trump überdeutlich. Nachdem der Konflikt lange geruht hat, ist er seit Anfang Oktober 2025 wieder voll entflammt.

Der Inbegriff des Könnens ist, den Feind ohne Gefecht zu unterwerfen. Diese Weisheit hielt der chinesische General und Philosoph Sun Tsu vor 2500 Jahren in seinem Buch Die Kunst des Krieges fest. Das hatte US-Präsident Donald Trump aber wohl nicht gelesen, als er China am Abend des 5. April 2025 Zusatzzölle in Höhe von 34 Prozent auf Importe aus der Volksrepublik in die Vereinigten Staaten ankündigte.

Golem Plus Artikel