Politik in Games: Zwischen Völkerfreundschaft und Präsidentenprügel

"Es gibt jede Menge simple Spiele mit Donald Trump, in vielen muss man ihn einfach immer wieder ins Gesicht schlagen" , sagt Tsahi Liberman - und man sieht ihm an, dass er von derlei Games nicht viel hält. Immerhin, ein ansatzweise interessantes Game mit dem aktuellen US-Präsidenten habe er dann doch gefunden. Es heißt Trump's World und in einem Spielmodi müsse man als Moslem die Einreise in die USA schaffen - "das ist aber unmöglich" . Oder man solle als Mexikaner eine Mauer als Landesgrenze überwinden, wozu der Spieler die armen Figuren so weit wie möglich in die USA werfen müsse. "Da spürt man wenigstens, wie absurd diese menschenverachtende Politik ist" , findet Liberman.
Tsahi Liberman ist Dozent an der Tiltan School of Design & Visual Communication in Israel, als Entwicklungschef bei Funnel Entertainment arbeitet er außerdem immer wieder mit an internationalen Großproduktionen. Auf der Quo Vadis 2018 hat er einen Vortrag über Politik und Spiele gehalten. Das Thema beschäftigt Liberman auch persönlich: Gemeinsam mit Berufskollegen hat er auf Basis von Minecraft ein Projekt namens Games for Peace(öffnet im neuen Fenster) umgesetzt. Darin können Kinder gemeinsam in der Klötzchenwelt spielen, Gebäude errichten und allerlei Abenteuer erleben.