Polestar 2 im Test: Lädst du noch oder fährst du schon?

Reichweitenangst ist beim Polestar 2 kein Thema - und das schwedische Elektroauto sieht auch noch hübsch aus. Einziger Schwachpunkt ist Googles Software.

Ein Test von veröffentlicht am
Elektroauto Polestar 2 im Test: klares und reduziertes Design
Elektroauto Polestar 2 im Test: klares und reduziertes Design (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Das sieht erstmal nicht gut aus: Alle drei Ladeanschlüsse leuchten rot - die Säule ist außer Betrieb. Wir sind mit dem Polestar 2 auf dem Weg von Heidelberg nach Hamburg und wollen auf dem Rastplatz Wülferode bei Hannover noch einen kurzen Ladestopp einlegen. Aber zum Glück steht da noch eine Ladesäule. Also nochmal kurz Strom tanken.

Eine gute Viertelstunde dauert die Pause. Genug Zeit, um sich die Beine zu vertreten. Das ist ja einer der Vorteile von Elektroautos: Wir müssen mehrmals anhalten, um zu laden. Einfach die gut 600 Kilometer durchzufahren, geht nicht. Lange Fahrten werden so deutlich entspannter.

Polestar ist Volvos Elektromarke

Das Auto, mit dem wir die Tour machen, ist ein Polestar 2, das erste Elektroauto aus dem Haus Volvo. Die Schweden haben 2017 für ihre Elektrosparte eine neue Marke etabliert. Ursprünglich war Polestar der Name eines Rennsport-Teams, das von Volvo übernommen wurde. Später liefen Volvos Sondermodelle unter dieser Marke. Jetzt heißen so die Elektroautos, die Volvo zusammen mit der chinesischen Konzernmutter Zhejiang Geely Holding baut.

Der Polestar ist eine Limousine der oberen Mittelklasse, in der fünf Personen bequem Platz finden. Das Auto basiert auf der Plattform Compact Modular Architecture (CMA), ebenso wie Volvos Elektro-SUV XC40 Recharge und mehrere Modelle der chinesischen Marken Geely oder Lynk & Co. Der 2019 vorgestellte Polestar 2 wird in China gebaut, in Luqiao in der ostchinesischen Provinz Zhejiang.

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Das Auto hat einen Vierradantrieb mit zwei Motoren, die zusammen eine Leistung von 300 Kilowatt und ein Drehmoment von 660 Newtonmeter haben. Aus dem Stand beschleunigt es in weniger als fünf Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit, die wir aber nicht getestet haben, liegt laut Hersteller bei 205 km/h.

Das Design ist schick und sehr volvoesk - mit klaren Formen und Linien, wie sie häufig in skandinavischem Design zu finden sind. Wegen seiner großen Räder, die übrigens viele Elektroautos haben, sieht das Fahrzeug nach einem Sports Utility Vehicle (SUV) aus. Aber es ist eine Limousine mit Schrägheck, in der ein riesiger Kofferraum steckt. Praktisch ist, dass die eigenen Ladekabel nicht in einem Fach unter der Ladefläche lagern - was beim Laden ein komplettes Ausräumen des Gepäcks erfordert - sondern in einem "Frunk", also in einem Stauraum vorne (von: Front und Trunk, Kofferraum).

  • Der Polestar 2...  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... ist das erste Elektroauto von Volvo. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Marke wurde für E-Autos gegründet. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug hat schicke, Volvo-mäßig Formen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Heck der Limousine (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug wird in China gefertigt. (Bild: Petra Vogt)
  • Es basiert auf einer Plattform der Volvo-Mutter Geely. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auch innen dominiert das skandinavische Design. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Logo soll den Polarstern symbolisieren. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Viele Funktionen werden über den Touchscreen gesteuert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug verfügt über verschiedene Assistenzsyteme. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Ladelimiter soll den Akku schonen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Echte Bedienungselemente gibt es nur wenige. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick in den Fond. Hinten ist für drei Insassen Platz. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die gelben Gurte fanden wir nicht so schön. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Kofferraum bietet viel Platz. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick durch das Panoramadach. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Türgriffe sind beleuchtet. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Ladenaschluss für Typ 2 und CCS. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Polestar am Ionity-Lader. Das Auto lädt mit bis zu 150 kW. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Praktisch: Die Ladekabel liegen im Frunk. Das erspart das Ausräumen des Gepäcks. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wir mochten den Polestar 2. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Der Polestar 2... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Ich starte die Tour etwa 12 Kilometer südlich von Heidelberg zunächst allein. Der Akku hat eine Bruttokapazität von 78 Kilowattstunden, nutzbar sind knapp 73 Kilowattstunden. Er ist vollgeladen, laut Display schafft das Auto 440 Kilometer. In der Luft liegt ein Hauch von Frühling, so dass der Akku über Nacht keine Ladung verloren hat.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Der erste Stopp ist in Hochheim bei Mainz. Dort werde ich meine Frau treffen, die von ihrem Bruder im ID.3 gebracht wird. Zusammen soll es dann weitergehen nach Hamburg. Fahren wir also los.

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Der Polestar 2 startet beim Platznehmen 
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Clown 02. Mär 2021

Eben. Das ist unfassbar weltfremd. Es mag ja 1996 noch möglich gewesen sein, aber heute...

Eheran 01. Mär 2021

Den Stopp kann man mit jedem beliebigen Auto machen. Ein Zwang ist schlicht kein Vorteil...

Dwalinn 01. Mär 2021

Viele Leute vergleichen den Listenpreis der eFahrzeug (den man aufgrund der Verfügbarkeit...

Dwalinn 01. Mär 2021

Ich hätte das zwar anders formuliert aber es kann ein Vorteil wenn man zu etwas gezwungen...

pre3 28. Feb 2021

Doch, dahinter steht Geely. Das Design ist skandinavisch... Und genau das wäre in Kombi...



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