Der Polestar 2 startet beim Platznehmen

Einen Startknopf hat das Auto nicht. Sensoren erkennen, wenn jemand am Lenkrad Platz nimmt - damit ist es aktiv. Die Fahrtrichtung wird mit einem schicken Hebel in der Mittelkonsole gewählt. Mit seinem gut 2,1 Tonnen liegt das Auto gut auf der Straße. Die 300 Kilowatt sorgen aber auch für einen guten Antritt. Durch das Panoramadach scheint die Sonne, der Sound der Anlage ist gut, kein Motorengeräusch stört die Musik - so macht Autofahren Spaß.

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Das reduzierte skandinavische Design setzt sich auch im Innenraum fort. Einzig die gelben Sicherheitsgurte stören den Eindruck. Wie viele moderne Fahrzeuge hat auch der Polestar 2 einen tabletgroßen Bildschirm in der Mitte. Darüber werden viele Funktionen des Fahrzeugs gesteuert: Lüftung und Heizung, Fahrzeugeinstellungen und Assistenzsysteme, Musik und die Navigation. Letztere lässt sich aber auch gut per Sprache steuern.

Statusgemäß ist das Auto mit diversen Assistenzsystemen ausgestattet, um Abstand und die Spur zu halten beispielsweise. Verkehrszeichen werden erkannt und auf der Instrumentenanzeige eingeblendet. Diese lässt sich auch konfigurieren. So kann die konventionelle Anzeige mit Geschwindigkeit und Ladestand durch das Navigationssystem ersetzt werden. Das erleichtert die Orientierung, da der Blick dafür nur nach unten gelenkt werden muss, nicht nach rechts auf das große Display.

Es gibt nur wenige Knöpfe

Physische Bedienungselemente hingegen gibt es praktisch nicht. Außer dem Wahlhebel für die Fahrtrichtung sind auf der Mittelkonsole zu finden: ein Schalter und Lautstärkeregler für die Musik, der Schalter für den Warnblinker sowie zwei Schalter, um die Front- und Heckscheibe wieder frei zu bekommen, wenn sie beschlagen sind.

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Das Screen-Design ist - wie auch das Design des Fahrzeugs selbst - ästhetisch und gelungen. Gut gefallen uns die Kameras: Beim Rückwärtsfahren oder Navigieren auf engem Raum erscheint auf dem Display das Auto aus einer Vogelperspektive. Front- und Rückfahrkamera sowie Seitenansichten lassen sich per Tippen einschalten.

Auch die Sicherheitssysteme gefallen uns: So schlägt das Fahrzeug nach einer Weile vor, eine Pause einzulegen. Es scheint, dass dafür Fahrzeit und die Fahrsicherheit ausgewertet werden. Auch das Kollisionswarnsystem scheint adaptiv zu arbeiten. Ein Bremsassistent verhindert einen Auffahrunfall, etwa gegen ein stehendes Hindernis.

Gut ist die Idee mit dem Ladelimiter: Es kann eingestellt werden, bis zu welchem Level der Akku geladen wird. Polestar empfiehlt ein Limit von 90 Prozent, um den Akku zu schonen. Allerdings kann das auch ungewollte Folgen haben: Bei Übernahme des Fahrzeugs war ein Limit von 80 Prozent eingestellt. Vor dem Start von Hamburg aus in den Süden wurde der Akku deshalb nicht vollgeladen, was einen zusätzlichen Ladestopp erzwang. Vor einer längeren Tour sollte das Limit also ausgeschaltet werden.

  • Der Polestar 2...  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... ist das erste Elektroauto von Volvo. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Marke wurde für E-Autos gegründet. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug hat schicke, Volvo-mäßig Formen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Heck der Limousine (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug wird in China gefertigt. (Bild: Petra Vogt)
  • Es basiert auf einer Plattform der Volvo-Mutter Geely. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auch innen dominiert das skandinavische Design. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Logo soll den Polarstern symbolisieren. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Viele Funktionen werden über den Touchscreen gesteuert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug verfügt über verschiedene Assistenzsyteme. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Ladelimiter soll den Akku schonen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Echte Bedienungselemente gibt es nur wenige. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick in den Fond. Hinten ist für drei Insassen Platz. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die gelben Gurte fanden wir nicht so schön. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Kofferraum bietet viel Platz. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick durch das Panoramadach. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Türgriffe sind beleuchtet. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Ladenaschluss für Typ 2 und CCS. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Polestar am Ionity-Lader. Das Auto lädt mit bis zu 150 kW. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Praktisch: Die Ladekabel liegen im Frunk. Das erspart das Ausräumen des Gepäcks. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wir mochten den Polestar 2. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Viele Funktionen werden über den Touchscreen gesteuert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Das Bedienungskonzept ist auf Fahrer ausgerichtet, die aber die Augen besser auf die Straße richten. Sitzt eine Person auf dem Nebensitz, wäre sie für die Bedienung eher geeignet. Wir finden das in dem Honda, den wir kürzlich getestet haben besser. Hier ist das mit einem durchgehenden Display gelöst.

Mängel bei Android Automotive

Kritikwürdig finden wir die Software: Der Polestar 2 ist das erste Auto, das mit Googles Betriebssystem Android Automotive ausgestattet ist. Die Spracherkennung funktioniert so gut wie vom Smartphone oder Tablet gewohnt. Die Google-Karte bietet - zumindest derzeit - wenig über die Navigation hinaus. Teilweise ist die Navigation ungenau, das Ziel liegt nicht genau da, wo das System es verortet. Auch die im System hinterlegten Ladepunkte stimmen nicht immer. So leitet uns das System zu einem Lader, den es - offiziell - noch gar nicht gibt.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Als ernstlich problematisch entpuppt sich die Verkehrszeichenerkennung: Sie erkennt des Öfteren die Auflösung einer Geschwindigkeitsbegrenzung nicht. In manchen Tempo-30-Zonen zeigt das System 50 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit oder sie zeigt Geschwindigkeitsbegrenzungen an, wo keine sind - einmal sogar Tempo 40 auf der Autobahn.

Allerdings sollten sich diese Probleme mit einer neuen Software-Version lösen lassen. Gerade erst hat der Hersteller ein Update angekündigt. Gut möglich ist auch, dass sich künftig der Funktionsumfang des Infotainmentsystems mit dem Installieren von Apps vergrößern lässt.

Das Zwischenziel, die Tankstelle in Hochheim, findet das Navi problemlos. 19 Prozent der Akkukapazität hat die Strecke gekostet. Die Wartezeit nutze ich zum Laden.

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 Polestar 2 im Test: Lädst du noch oder fährst du schon?Wie sich der Polestar 2 auf der Langstrecke schlägt 
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Clown 02. Mär 2021

Eben. Das ist unfassbar weltfremd. Es mag ja 1996 noch möglich gewesen sein, aber heute...

Eheran 01. Mär 2021

Den Stopp kann man mit jedem beliebigen Auto machen. Ein Zwang ist schlicht kein Vorteil...

Dwalinn 01. Mär 2021

Viele Leute vergleichen den Listenpreis der eFahrzeug (den man aufgrund der Verfügbarkeit...

Dwalinn 01. Mär 2021

Ich hätte das zwar anders formuliert aber es kann ein Vorteil wenn man zu etwas gezwungen...

pre3 28. Feb 2021

Doch, dahinter steht Geely. Das Design ist skandinavisch... Und genau das wäre in Kombi...



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