Polarlichter: Schwerer Sonnensturm lässt weiterhin Himmel leuchten

In der Nacht auf den 12. November sind zahlreiche Polarlichter selbst in Süddeutschland und im Alpenraum(öffnet im neuen Fenster) gesichtet worden und das Schauspiel hält an. Der Grund ist ein als schwer eingestufter magnetischer Sturm, der unter anderem auf den Seiten des Nationalen Wetterdienstes der USA(öffnet im neuen Fenster) detailliert nachvollzogen werden kann.
Die eindrucksvollsten Sichtungen sollen zwischen 4 und 5 Uhr morgens möglich gewesen sein. Messstationen weltweit registrierten währenddessen geladene Teilchen auf der Erdoberfläche. Eine so hohe Intensität, wie sie jetzt gemessen wurde, soll nur alle paar Jahre erreicht werden.
Störungen von Navigationssystemen und kleine Stromschläge durch aufgeladene Oberflächen waren und sind weiterhin möglich.
Kommende Nacht mehr Polarlichter
Weil der Sonnensturm anhält, stehen die Chancen gut, dass auch in der Nacht auf den 13. November leuchtendes Plasma in der Atmosphäre beobachtet werden kann. Laut dem US-Weltraumwetterdienst ist ab etwa Mitternacht mitteleuropäischer Zeit bis in die frühen Morgenstunden mit einem neuen Maximum zu rechnen, vermutlich jedoch nicht mehr mit der gleichen Intensität.
Genauer eingrenzen lässt sich das Zeitfenster nicht. Nach der Beobachtung des Ausbruchs auf der Sonne kann die Geschwindigkeit des Teilchenstroms und damit sein Eintreffen auf der Erde nur geschätzt werden.
Immerhin dürfte das Wetter mitspielen. Für die Nacht auf den 13. November wird ein zumeist klarer Himmel prognostiziert, von der Mitte Bayerns einmal abgesehen.
Es könnte sich also lohnen, nach schwach flackernden Streifen oder einem eher gräulichen Leuchten am Himmel Ausschau zu halten. Dann sollte unbedingt die Kamera zur Hand genommen werden. Durch den Bildsensor werden die Farben, die bei der Reaktion des Teilchenstroms mit Sauerstoff entstehen, am besten sichtbar.



