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Polarlichter: Chance auf Nordlichter auch am Dienstag

Nach einem schweren Sonnensturm, der die Erde am Montagabend erreicht hat, hat der Himmel bis an den Alpenrand geleuchtet. Noch gibt es keine Entwarnung.
/ Mario Petzold
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Wer die Polarlichter verpasst, kann sie wie hier im Alfred-Wegener-Institut nachträglich bewundern. (Bild: Getty Images/Sean Gallup)
Wer die Polarlichter verpasst, kann sie wie hier im Alfred-Wegener-Institut nachträglich bewundern. Bild: Getty Images/Sean Gallup

In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 2026 sind in großen Teilen Norddeutschlands und bis in die Alpen Polarlichter zu sehen gewesen. Das ist unter anderem dem fast wolkenlosen Himmel über Deutschland zu verdanken, der bis zum 23. Januar erhalten bleiben soll.

Hervorgerufen wurden die Lichter durch in die Atmosphäre eintretende Elektronen, die von einem besonders starken Sonnensturm stammen, der erst am 18. Januar beobachtet wurde. Besonders ist das deshalb, weil die Teilchen für den Weg von der Sonne zur Erde, immerhin 150 Millionen Kilometer, meist 48 Stunden benötigen.

Weitere Lichterscheinungen möglich

In diesem Fall erreichten sie die Atmosphäre jedoch bereits nach knapp 24 Stunden. Aus diesem Grund bleibt die Warnung vor den erhöhten Sonnenaktivitäten bestehen. Insbesondere die Satellitennavigation, aber auch erdgestützte Funknetze könnten dadurch beeinträchtigt werden.

Laut Space Weather Prediction Center (SWPC)(öffnet im neuen Fenster) besteht noch bis zum 21. Januar die Möglichkeit, dass neben den zu beobachtenden Polarlichtern auch Beeinträchtigungen technischer Anlagen eintreten. Ein deutliches Nachlassen der Aktivitäten in der Atmosphäre wurde noch nicht beobachtet.

Beste Chancen in den frühen Abendstunden

Zwar wurde zunächst ein Nachlassen des Teilchenstroms registriert, allerdings gefolgt von einem erneuten Anstieg in den Morgenstunden des 20. Januar, ohne ein erkennbares Absinken bis in die Mittagsstunden hinein. Die Vorhersage des SWPC schätzte die Wahrscheinlichkeit für die Sichtung von Polarlichtern zu dem Zeitpunkt in den Regionen oberhalb von 60 Grad nördlicher Breite auf 99 Prozent.

Zwei von der Sächsischen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) befragte Astronomen gehen davon aus, dass die Intensität der Lichter deutlich geringer ausfallen wird. Allerdings soll es sich um den stärksten Sonnensturm der vergangenen zwei Jahrzehnte handeln, weshalb erneute Sichtungen keinesfalls ausgeschlossen sind.

Bis etwa 18 Uhr werden die Chancen dafür am höchsten eingeschätzt.


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