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Polaris: Mozilla und Tor gemeinsam für mehr Privatsphäre

Die Polaris-Initiative soll die Privatsphäre von Firefox-Nutzern weiter verbessern. Dafür kooperiert Mozilla mit dem Tor-Projekt und testet Maßnahmen gegen Tracking.
/ Sebastian Grüner
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Mozilla, Tor und das CDT wollen mehr Privatsphäre für Webnutzer. (Bild: Mozilla)
Mozilla, Tor und das CDT wollen mehr Privatsphäre für Webnutzer. Bild: Mozilla

Zusammen mit der Bürgerrechtsorganisation Center for Democracy & Technology(öffnet im neuen Fenster) und dem Tor-Projekt(öffnet im neuen Fenster) startet Mozilla die Initiative Polaris(öffnet im neuen Fenster) , die Webnutzern eine bessere Privatsphäre und größeres Vertrauen in die Technik ermöglichen soll. Bestehende Technologien wie verschiedene Firefox-Addons oder auch Do-Not-Track sollen durch Polaris deutlich erweitert werden

Server für und Code von Tor

Um Anonymität und Zensur entgegenzuwirken, wollen die Entwickler von Mozilla in Kürze damit beginnen, eigene Tor-Relay-Server mit hohen Kapazitäten zu betreiben. Die verbesserte Infrastruktur werde das Tor-Netzwerk besser erreichbar machen und damit mehr Menschen als bisher erlauben, dieses zu nutzen.

Darüber hinaus planen die Mozilla-Hacker, einige Patches des Tor-Projekts in den eigenen Code aufzunehmen und zu pflegen. Dadurch soll das Erstellen des Tor-Browsers, der auf Firefox basiert, vereinfacht werden. Begonnen werden soll mit der Aufnahme derjenigen Patches, die eine kurzfristige Verbesserung für die Tor-Entwickler herbeiführen können.

Tracking-Schutz

Als zweiter Bestandteil der nun begonnenen Initiative sollen Nutzer des Browsers besser vor der Verfolgung durch Webseitenbetreiber und Werbenetzwerke geschützt werden. Dazu wird eine Technologie auf Plattform-Ebene implementiert, die das Laden bestimmter HTTP-Verbindungen über das Netzwerk unterbindet.

Diese Herangehensweise unterscheidet sich von der Cookie-Verwaltung oder dem Blockieren des Browser-Fingerprintings, da die Verbindungen zu sämtlichen verdächtigen Domains von vornherein unterbunden werden. Aktuell basiert die dafür genutzte Liste mit den zu blockierenden Seiten und Verbindungen auf dem Dienst Disconnect.me(öffnet im neuen Fenster) .

Um den Tracking-Schutz zu testen, können Nutzer aktueller Nightly-Versionen des Firefox die Eigenschaft browser.polaris.enabled in about:config auf true setzen. Zudem ist ein Neustart notwendig. Wann dies in den stabilen Versionen des Browsers zur Verfügung steht, ist derzeit noch nicht bekannt.

Weitere Details zu Polaris bietet das Mozilla-Wiki.(öffnet im neuen Fenster)


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