Abo
  • Services:

Polar M600: Sechs LEDs für eine Pulsmessung

Das Wettrüsten bei der optischen Pulsmessung von Sportuhren hat offenbar begonnen: In seiner M600 lässt Polar sechs LEDs die Herzfrequenz erfassen. Das Gerät soll dank Android Wear auch eine vollwertige Smartwatch sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Die sechs LED des Polar M600
Die sechs LED des Polar M600 (Bild: Polar)

Das finnische Unternehmen Polar gilt als letzte Bastion der Herzfrequenzmessung per Brustgurt - nur in seinem Fitness-Tracker A360 messen zwei LEDs den Puls optisch. Nun setzt auch Polar bei einer Sportuhr auf das optische Verfahren und geht dabei in die Vollen: In der M600 strahlen sechs LEDs ihr grünes Licht aus, um dem Sensor in der Mitte möglichst viele und genaue Daten zur Ermittlung der Herzfrequenz zu liefern. Zum Vergleich: Das bei Ausdauersportarten ziemlich gut funktionierende Elevate-System von Garmin verwendet drei LEDs.

  • Der Polar M600 ist in Schwarz und Weiß verfügbar. (Bild: Polar)
Der Polar M600 ist in Schwarz und Weiß verfügbar. (Bild: Polar)
Stellenmarkt
  1. BASF SE, Ludwigshafen
  2. WMF Group GmbH, Geislingen an der Steige

Anders als die Geräte vieler anderer Hersteller misst der M600 den Puls aber nicht über den ganzen Tag, sondern nur bei Sporteinheiten oder auf Befehl über das Menü, also der A360 - das hat Computer Bild jedenfalls von Polar erfahren. Wenn das so ist, würde Polar die Möglichkeiten seiner Aktivitätspunkte verschenken, mit denen die körperliche Belastung und die Kalorien im Alltag und beim Sport eben nicht allein mit Schritten gezählt werden.

Stattdessen fließen auch andere Faktoren ein, aber auch künftig ohne den besonders aussagekräftigen Puls. Unter anderem mit den Aktivitätspunkten berechnet das Portal Polar Flow eine Erholungskurve, sodass Athleten ein Unter- oder Übertraining vermeiden können.

Richtige Sportler starten ihr Training selbst!

Der M600 soll Trainingseinheiten nicht automatisch erkennen, wie es etwa Tracker von Fitbit und Garmin halbwegs zuverlässig schaffen. Stattdessen müssen Besitzer des Polar-Geräts ihre Einheiten manuell aktivieren und die passende Sportart unter vielen Dutzenden aussuchen - ein Nachteil ist das eigentlich nicht.

Der M600 erfasst wie nahezu alle aktuellen derartigen Geräte auch Schlafdaten. Das Touch-Display aus Gorilla Glass 3 macht in Videos einen sehr konstraststarken Eindruck, dürfte aber viel Energie verbrauchen und im Normalbetrieb ähnlich wie die Apple Watch ausgeschaltet sein.

Die Sportuhr unterstützt Android Wear, sodass der Nutzer direkt auf dem Gerät Informationen von Google Maps, dem Wetterdienst oder von seinem Flugstatus abrufen kann. Das funktioniert grundsätzllich besonders gut mit Android-Smartphones. Besitzer eines iPhones müssen sich die Android-Wear-App holen - die tut im Allgemeinen zwar ihren Dienst, aber oft schlechter als nativer Support. Die M600 soll bereits auf Android Wear 2.0 vorbereitet sein, das im Herbst 2016 erscheinen soll.

Synchronisierung nur per Bluetooth

Die M600 muss mit einem Smartphone per Bluetooth Smart gekoppelt werden, um Daten zu Polar Flow zu synchronisieren. Eine Übertragung per Datenkabel wie beim schon etwas älteren, aber weiterhin erhältlichen und vor allem für Triathleten gedachten Spitzenmodell V800 ist nicht mehr vorgesehen. Die M600 soll übrigens den beim Triathlon nötigen schnellen Wechsel der Sportart ebenso wenig unterstützen wie den Einsatz von weiterem Zubehör. Einen V800-Nachfolger könnte Polar rund um den wichtigen Hawaii-Ironman im Oktober 2016 vorstellen.

Laut Polar reicht der Akku mit einem Android-Smartphone für zwei Tage Betrieb oder acht Trainingsstunden, und mit einem iPhone für einen Tag oder ebenfalls acht Trainingsstunden. Die M600 ist nach IPX8 zum Schwimmen geeignet, so Polar.

Die Polar M600 soll ab Mitte August 2016 direkt bei Polar und ab September 2016 im Fachhandel in Schwarz und Weiß erhältlich sein und rund 350 Euro kosten. Ob sie dann auch gleich im Onlinehandel erhältlich ist, ist unklar - Polar hatte in der Vergangenheit den stationären Handel bevorzugt.

Nachtrag vom 3. August 2016, 12:15 Uhr

Wir haben den Artikel um die offiziellen Angaben zur Akkulaufzeit und zur Wasserfestigkeit ergänzt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  2. 5€
  3. 53,99€
  4. 4,95€

byorncomia 05. Aug 2016

Das erste Fitnessunternehmen, das eine echte Smartwatch herausbringt. Alle anderen...

derKlaus 04. Aug 2016

Ich sehe da auch keinen Grund, die M400 abzulösen (zumal ich die erst vor zwei Wochen...

HabeHandy 03. Aug 2016

Die technischen Daten stehen jetzt bei polar.com Angegeben ist zum Schwimmen geeignet, 10...

derKlaus 03. Aug 2016

"Anders als die Geräte vieler anderer Hersteller misst der M600 den Puls aber nicht über...

Berner Rösti 03. Aug 2016

"- nur in seinem Fitness-Tracker A360 messen zwei LEDs den Puls optisch. " Die LEDs...


Folgen Sie uns
       


HP Z2 Mini Workstation - Test

Die Z2 Mini Workstation G3 kann uns im Test überzeugen - und das nicht als sehr schnelle Maschine, sondern als gut durchdachtes Gesamtkonzept.

HP Z2 Mini Workstation - Test Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  2. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung
  3. Hades Canyon Intel bringt NUC mit dedizierter GPU

    •  /