Pokémon-Klon: Verstößt Palworld gegen die Steam-KI-Regeln?

Das enorm erfolgreiche Palworld sorgt für Diskussionen: Wurde es mit KI erstellt? Dann hätte Entwickler Pocket Pair dies offenlegen müssen.

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Artwork von Palworld
Artwork von Palworld (Bild: Pocket Pair)

Das japanische Entwicklerstudio Pocket Pair ist der erste große Überraschungserfolg des Jahres: In den ersten 40 Stunden nach der Veröffentlichung am 19. Januar 2024 wurden mehr als drei Millionen Exemplare verkauft, zeitweise hat der "Pokémon-Klon mit Maschinengewehren" die Server aufgrund des Ansturms zusammenbrechen lassen.

Nun sorgt das Spiel aber auch für Diskussionen rund um die Frage, warum einige der Pals – also der sammelbaren Kreaturen im Spiel – so auffallende Ähnlichkeiten mit den Monstern aus Pokémon haben.

Der Verdacht, der momentan in sozialen Netzwerken die Runde macht: Die Entwickler kupferten nicht einfach beim berühmten Vorbild ab, sondern verwendten eine generative KI – und die könnte auch Daten von Pokémon genutzt haben. In einem längeren Thread auf der Plattform X werden die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Games gezeigt; es gibt noch mehr solche Beiträge.

Das ist allerdings noch lange kein Beleg dafür, dass KI zum Einsatz kam. Der Verdacht kommt durch andere Umstände: So veröffentlichte Pocket Pair unmittelbar vor Palworld ein Spiel namens AI - Art Imposter (deutsch: Kunst-Hochstapler), in dem es um das Generieren von Bildern durch KI geht.

Und: Firmenchef Takuro Mizobe äußerte sich laut einem Bericht von Dotesports immer wieder positiv über KI und Spieleentwicklung. Ende 2021 veröffentlichte er sogar einen Beitrag auf X, der echte Pokémon mit KI-generierten vergleicht. "Die KI hat sich so sehr weiterentwickelt, dass ich nicht mehr erkennen kann, welches Pokémon ein Pokémon ist", schrieb Mizobe.

Keine Hinweise auf KI

Das Problem: Auf der Steam-Seite von Palworld gibt es keine Hinweise, dass bei der Entwicklung eine KI zum Einsatz kam. Seit dem 10. Januar 2024 verlangt Shop-Betreiber Valve von den Herstellern aber genau darüber eine Offenlegung.

Laut Valve müssen die Studios einen Großteil der Informationen über den Einsatz von KI auch "auf der Shopseite Ihres Spiels" anzeigen, "damit potenzielle Kunden nachvollziehen können, wie Ihr Spiel KI-Technologie einsetzt".

Bei Palworld sind keine solchen Hinweise zu finden. Entweder kam tatsächlich keine KI zum Einsatz – oder Pocket Pair hält sich nicht an die Regeln von Steam.

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