Pokémon Go: Trojaner und gezückte Pistolen statt Pikachu

Wer in Deutschland vorab das Mobilegame Pokémon Go lädt, handelt sich mit etwas Pech einen Trojaner ein. Noch gefährlicher ist eine Masche, die sich vier junge Kriminelle in den USA ausgedacht haben.

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Pikachu bei Straßenfest in Japan
Pikachu bei Straßenfest in Japan (Bild: KAZUHIRO NOGI/AFP/Getty Images)

Vier junge Männer haben das Mobilegame Pokémon Go im US-Bundesstaat Missouri genutzt, um mehrere Spieler anzulocken und auszurauben - mit vorgehaltener Pistole. Die Polizei des Bundesstaates berichtet auf Facebook, dass die vier Kriminellen ihre Opfer vermutlich bei der Jagd nach Pokémon in der Mitte von Parkplätzen beobachtet und sie dann zu einer besonders unbeobachteten Stelle gelockt hätten - möglicherweise mit Hilfe einer speziellen Landkarte bei Google Maps, auf der Nutzer selbst interessante Go-Orte eintragen können, etwa Pokestops.

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Weitere Details hat die Polizei nicht bekanntgegeben. Sie ermahnt Nutzer und insbesondere die Eltern jüngerer Kindern, beim Spielen von Pokémon Go vorsichtig zu sein - vor allem, wenn es um Kontakt zu Fremden gehe. Die vier Täter in Missouri wurden inzwischen festgenommen.

Ebenfalls nicht ungefährlich: Wer das Spiel - etwa in Deutschland, wo es offiziell noch nicht verfügbar ist - auf sein Android-Smartphone per Sideloading installieren möchte, handelt sich dabei mit etwas Pech einen Trojaner ein. Die Sicherheitsfirma Proofpoint warnt, dass im Netz zunehmend Trojaner von Go kursierten, in denen sich das Remote Administration Tool (RAT) Droidjack verberge, mit dem Angreifer die Kontrolle über das Mobilgerät erlangen könnten.

Zu erfolgreich

Pokémon Go verwendet Informationen zum aktuellen Standort der Spieler in der echten Welt. Damit können Spieler bei sich im Gemüsegarten oder an der Bushaltestelle Pokémon fangen. Ähnlich wie im von Niantic Labs entwickelten Ingress müssen Spieler für Go ihr Wohngebiet, ihren Heimatort und den ganzen Globus zusammen mit Freunden und anderen Spielern nach Pokémon absuchen.

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In den USA und einigen anderen Ländern ist das Spiel offiziell für Android und iOS erhältlich. Das Interesse ist größer als erwartet, so dass der weitere internationale Rollout bis auf weiteres wegen Serverüberlastung gestoppt wurde. Wann auch deutsche Spieler nach Pikachu suchen können, ist noch unklar.

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