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Koopmodus und Kaufinahlte

Später wird das Kampfsystem mit zunehmend mächtigen Feinden wesentlich komplexer. Dann müssen wir versuchen, die gegnerischen Angriffe durch Wischbewegungen im richtigen Moment abzuwehren, was an einem Pfeil erkennbar ist. Außerdem ist es dann nötig, Heil- und Konzentrationstränke konsumiert zu haben, um seine Charakterwerte zu erhöhen. Und wir müssen teils mehrere gut ausgeführte Zauber aneinanderreihen, um erst die Abwehr zu durchbrechen oder den Opponenten zu entwaffnen - Expelliarmus!

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Uns hat das Kampfsystem während der ersten Stunden viel Spaß gemacht. Anfangs nervt es, dass wir bei den Gefechten an einer bestimmten Stelle in der echten Welt stehen müssen, die wir nur per Display sehen - nach ein paar Versuchen haben wir aber fast schon automatisch diese Gefechtsposition eingenommen. Allerdings wird sie ganz gelegentlich auch auf Tischen oder anderen Objekten platziert, dann bleibt manchmal nur der Abbruch per Flucht.

Bei den Gefechten gibt es laut Niantic noch einiges mehr an Inhalten, was wir allerdings nicht ausprobieren konnten. Unter anderem können Spieler später in speziellen Arenen sowie mit bis zu vier Kumpels gemeinsam gegen Elitegegner antreten.

Neben den Kämpfen gibt es ein weiteres wichtiges Element, das Spieler in etwas anderer Form schon aus Pokémon Go kennen: das Sammeln und Verwalten von allen möglichen Dingen, seien es die findbaren Gegenstände oder schlicht Erfahrungspunkte und Stufenaufstiege - ab Level 6 kommen dann noch Berufe mit dazu.

Die entsprechenden Menüs erschlagen einen auf den ersten Blick, wir sind aber nach ein paar Stunden ganz gut damit zurande gekommen. Die findbaren Gegenstände fügen wir in eine Art Bild ein, das so allmählich immer weiter komplettiert wird - wir gehen mal davon aus, dass ähnlich wie bei Pokémon Go zum Sammeln aller Objekte die ein oder andere Flugreise nötig ist. Niantic hat bereits angekündigt, dass im Sommer 2019 ein erstes großes Event stattfinden soll. Informationen über Ort und Termin liegen nicht vor; wir hoffen auf die Gamescom.

Neben diesen Extras benötigen wir noch Zutaten für Heiltränke und andere Stärkungssäfte und -zauber. Um mal ein konkretes Beispiel zu nennen: Um mit Baruffios Gehirnelixier für 30 Minuten die doppelten Erfahrungspunkte zu erhalten, müssen wir zwei hüpfende Giftpilze, ein Froschhirn, ein Runespoor-Schlangenei und ein Drachenklauen-Pulver besitzen.

Hier kommt leider echtes Geld ins Spiel: In der Ingame-Währung müssten wir für alle Zutaten 42 Gold ausgeben. Die können wir verdienen (wie lange das dauert, wissen wir nicht - vermutlich sehr lange). Alternativ können wir 425 Gold im Paket mit einer Handvoll weiterer Extras für knapp 2,30 Euro im Itemshop kaufen, der übrigens den Namen Winkelgasse trägt.

Auch weitere Extras kosten Geld, die Produktion eines Heiltranks etwa dauert rund zwei Stunden, lässt sich aber mit ein paar Gold verkürzen - je weniger Restwartezeit, desto günstiger wird es. Einmal mussten wir einen Kampf wegen fehlender Zauberenergie auslassen. Ob und wenn ja, wie sehr dieses Element ins Geld geht, können wir derzeit nicht absehen.

  • Gelich nach ein paar Minuten müssen wir Hagrid im Rahmen einer Tutorialmission helfen. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die Übersichtskarte kommt Spielern von Pokémon Go vertraut vor ... (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • Im Itemshop können wir unter anderem Gold kaufen. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • In diese Bilder werden nach und nach Sammelobjekte und -personen eingefügt. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • Kurz nach dem Start dürfen wir einen Zaubererpass anlegen - und ihn in sozialen Netzwerken teilen. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • In Wizards Unite gibt es Massen an Sammelaufgaben. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • Aus solchen Zutaten brauen wir unter anderem Heiltränke. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • Das Programm blendet das Symbol ein, das wir mit dem Finger nachfahren müssen. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • Vor allem anfangs ist die Suche nach der Markierung manchmal etwas nervig. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • Hier köcheln wir einen frischen Zaubertrank. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
  • Im Optionsmenü können wir ein paar individuelle Einstellungen vornehmen. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)
Das Programm blendet das Symbol ein, das wir mit dem Finger nachfahren müssen. (Bild: WB Games/Screenshot: Golem.de)

Unterm Strich haben uns die ersten Stunden mit Wizards Unite trotz dieser erwartbaren Ärgernisse leider doch recht viel Spaß gemacht - wir sind angefixt und machen freiwillig und gerne weiter. Das Szenario finden wir als Potter-Kenner etwas ansprechender als Pokémon, was aber wohl Geschmackssache ist. Abgesehen von den Ladezeiten und der manchmal schlecht funktionierenden Kampfpositionsanzeige sind uns keine größeren technischen Probleme aufgefallen (Version 2.0.1).

Harry Potter Wizards Unite erscheint in den USA und Großbritannien am 21. Juni 2019 für iOS und Android als rund 175 MByte großer, kostenloser Download. Wann die Veröffentlichung in Deutschland erfolgt, sagt der Hersteller noch nicht - falls keine Probleme auftauchen, dürfte es hierzulande aber ebenfalls rasch losgehen. Nutzer müssen sich per Klick mit einem Facebook- oder Google-Konto anmelden. Die Verbindung lässt sich später mit einem weiteren Klick wieder trennen, ist aber im Optionsmenü versteckt.

Nachtrag vom 22. Juni 2019, 21:15 Uhr

Wizards Unite ist inzwischen auch in Deutschland verfügbar, und zwar im Google Play Store und im App Store von Apple. Erhältlich ist Version 2.0.1. Das ist die gleiche Fassung, die am 21. Juni 2019 in den USA erschienen ist, und die unserem Bericht zugrunde liegt.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von WB Games an einem Anspieltermin von Harry Potter Wizards Unite in Los Angeles teilgenommen, der Publisher hat einen Teil der Reisekosten bezahlt. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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 Pokémon Go mit Harry Potter: Magische Handy-Jagd auf Dementoren
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