Abo
  • Services:

Entwickler müssen ihren Blick auf die Spieler schärfen

Das heißt aber nicht, dass die Entwickler von Games nicht daraus lernen können. Der Fall von Pokémon Go zeigt die Anforderungen, die heutzutage auf sie warten. Längst geht es nämlich nicht mehr nur um die Frage, wie man kulturelle und gesellschaftliche Diversität innerhalb des Spiels umsetzen kann, etwa durch nicht ausschließlich weiße, männliche Protagonisten. Es geht auch darum, sich bewusst zu machen, wer überhaupt alles spielt - und darauf zu reagieren.

Stellenmarkt
  1. BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
  2. VIRES Simulationstechnologie GmbH, Bad Aibling

Pokémon Go ist so erfolgreich, weil es anders als das doch sehr abstrakte Ingress über alle Alters- und Einkommensgruppen funktioniert. Gleichzeitig bestätigt es, dass Smartphones für viele Menschen inzwischen den Einstieg in die Videospielwelt bedeuten. Das Smartphone ist eine Spielkonsole, die mehr Spieler erreichen kann als jede andere zuvor. Die Demografie der Gamer ändert sich deshalb, sie wird vielfältiger. Die Entwickler gerade von Multiplayer- und Augmented-Reality-Games täten gut daran, sich auf diesen Trend einzustellen und damit der Ungleichheit vorzubeugen, wie sie den vorrangig weißen Unternehmensstrukturen des Silicon Valley und der Gamesbranche oft entspringt.

Es gäbe nämlich durchaus Möglichkeiten für Niantic, den Ungleichheiten bei der Verteilung von Pokéstops beizukommen. Für kurze Zeit gab es ein Onlineformular, in dem Spieler ähnlich wie in Ingress neue Orte vorschlagen konnten. Inzwischen ist es nicht mehr verfügbar, möglicherweise auch weil es Niantic an Kapazitäten fehlt, um die Vorschläge zu überprüfen. Bereits in Ingress dauerte es teilweise Monate, bis neue Portale akzeptiert wurden.

Leerstellen beseitigen

Trotzdem könnte Niantic beispielsweise in Zukunft gezielt dazu aufrufen, Pokéstops aus ländlichen Gegenden oder eben Nachbarschaften beizusteuern, die bislang unterrepräsentiert sind. Das Unternehmen könnte auch einzelne, besonders aktive Spieler aus bestimmten Gegenden dazu aufrufen, neue Orte gegen eine Belohnung zu sammeln, sie gewissermaßen als Botschafter einer bestimmten Nachbarschaft zu ernennen. Das würde nicht nur die Leerstellen auf der Karte beseitigen, sondern auch die lokale Community zusammenschweißen - und möglicherweise sogar Spieler aus anderen Gegenden anlocken. "Spieler sollen etwas Neues entdecken, etwas Cooles oder Interessantes sehen", so beschreibt Niantics CEO John Hanke die Idee hinter Pokémon Go.

Die indische Sozialwissenschaftlerin Reetika Khera geht noch weiter: Was wäre, fragt sie in einem Gastbeitrag für das Onlineportal scroll.in, wenn ein Spiel wie Pokémon Go die privilegierte Oberklasse in die armen Gegenden lockt, indem einzelne, legendäre Pokémon sich eben nicht im Stadtzentrum, sondern in Vierteln am Rand verstecken, in die sie sonst nie kommen? So würden die Spieler buchstäblich im Vorbeigehen nicht nur auf virtuelle Monster auf dem Smartphone, sondern auch auf die Umstände in der Welt um sie herum aufmerksam gemacht.

 Pokémon Go: Die Monster aus dem Villenviertel
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 34,49€
  2. (u. a. Life is Strange Complete Season 3,99€, Deus Ex: Mankind Divided 4,49€)
  3. 5,99€

der_wahre_hannes 07. Aug 2016

Stimmt. Portal bedeutet nämlich "Tor". Ein "Portal" ist eben ein besonders prunkvolles...

rommudoh 07. Aug 2016

Weil das "s" optional, aber trotzdem zulässig ist? Oder weil das é falsch ist?

toxicity 06. Aug 2016

Hier in Lübeck wurde ein Matratzen Concord als Portal aufgenommen, ein künstlerischer...

nasenweis 05. Aug 2016

+1

BrollyLSSJ 05. Aug 2016

Die Werbung habe ich noch nicht gesehen. Muss ich mal drauf achten. Wenn die noch nicht...


Folgen Sie uns
       


Asus Zephyrus M vs Alienware m15 - Test

Das Zephyrus M von Asus und das m15 von Alienware sind sehr unterschiedliche Produkte. Beide richten sich an anspruchsvolle Gamer, doch nur eines bewahrt auch unter Last einen kühlen Kopf.

Asus Zephyrus M vs Alienware m15 - Test Video aufrufen
Oldtimer umrüsten: Happy End mit Elektromotor
Oldtimer umrüsten
Happy End mit Elektromotor

Verbotszonen könnten die freie Fahrt von Oldtimern einschränken. Aber auch Umweltschutzgründe und Exzentrik führen dazu, dass immer mehr Sammler ihre liebsten Fahrzeuge umrüsten.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Piëch Mark Zero Porsche-Nachfahre baut eigenen E-Sportwagen
  2. Elektroautos Sportversion des E.Go Life und Shuttle E.Go Lux
  3. Rivian Amazon investiert in Elektropickups

Emotionen erkennen: Ein Lächeln macht noch keinen Frohsinn
Emotionen erkennen
Ein Lächeln macht noch keinen Frohsinn

Wer lächelt, ist froh - zumindest in der Interpretation eines Computers. Die gängigen Systeme zur Emotionserkennung interpretieren den Gesichtsausdruck als internes Gefühl. Die interne Gefühlswelt ist jedoch sehr viel komplexer. Ein Projekt des DFKI entwickelt ein System, das Gefühle besser erkennen soll.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ökostrom Wie Norddeutschland die Energiewende vormacht
  2. Magnetfeld Wenn der Nordpol wandern geht
  3. Computational Periscopy Forscher sehen mit einfacher Digitalkamera um die Ecke

Klimaschutz: Energieausweis für Nahrungsmittel
Klimaschutz
Energieausweis für Nahrungsmittel

Dänemark will ein Klimalabel für Lebensmittel. Es soll Auskunft über den CO2-Fußabdruck geben und dem Kunden Orientierung zu Ökofragen liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Standard Cognition Konkurrenz zu kassenlosen Amazon-Go-Supermärkten eröffnet
  2. Amazon-Go-Konkurrenz Microsoft arbeitet am kassenlosen Lebensmittel-Einkauf

    •  /