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Podcast Besser Wissen : Wie die DDR ein eigenes Flugzeug bekam und wieder verlor

Podcast „Besser Wissen“ Cover
Im Podcast sprechen wir mit einer Expertin über den Aufstieg und Fall der ostdeutschen Flugzeugindustrie.
/ Martin Wolf
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Auf der Fotomontage fliegt die 152. Es sind leider keine derartigen Flugaufnahmen erhalten. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)
Auf der Fotomontage fliegt die 152. Es sind leider keine derartigen Flugaufnahmen erhalten. Bild: Pixabay / Montage: Golem.de

Brunolf Baade hatte schon als Kind seinen eigenen Kopf. Auf seiner Geburtsurkunde stand der Name Karl Wilhelm Bruno, er selbst ließ sich aber lieber Brunolf nennen. Nach der Schule schaffte er es, diese Änderung auch in seinen offiziellen Dokumenten durchzusetzen.

Als Brunolf Baade begann er seine Ingenieurslaufbahn neben dem Studium in Hamburg durch ein Praktikum bei der Werft Voss und Blohm in Hamburg. Dort arbeitete er am Bau eines Schiffes mit, das bald nach Südamerika auslaufen sollte. Kurzerhand heuerte er auf dem Dampfer nach Fertigstellung als Kohletrimmer an und fuhr in die weite Welt hinaus.

Nach der Rückkehr tendierte er zum Flugzeugbau und begann ab dem Ende der 1920er Jahre, in München zu studieren. Als in den 1930er Jahren die Wirtschaftskrise auch die Flugzeughersteller erfasste, siedelte er in die USA über, wo er zunächst Lizenzen für die Bayerischen Flugzeugwerke verkaufte und dann bei amerikanischen Firmen anheuerte. Hier lernte er auch seine deutschstämmige Frau Anna Stierle kennen und heiratete sie 1932.

Die beiden siedelten 1936 wieder nach Deutschland über, wo sie der drohende Kriegsbeginn überraschte. Eine erneute Ausreise wurde ihnen laut Brunolf Baade durch die Gestapo verwehrt, die ihre Pässe ungültig gemacht habe. So verbrachte Baade die Kriegsjahre im Dienst der deutschen Rüstungshersteller.

1946 wurde er mit seiner Familie von den Sowjets im Rahmen eines Programmes zur Abschöpfung von Wissen und Technologie in die UdSSR gebracht, wo er bis 1954 blieb. Als er in die neu gegründete DDR zurückkehrte, bekam er die Aufgabe, in dem jungen Staat eine eigene Flugzeugindustrie aufzubauen(öffnet im neuen Fenster) .

Was aus den Bemühungen von Brunolf Baade(öffnet im neuen Fenster) und seinem Team wurde, besprechen wir in unserem Podcast mit Maria Niklaus, Kustodin Luftfahrt/Straßenverkehr im Verkehrsmuseum Dresden.

Shownotes:

Das Verkehrsmuseum Dresden(öffnet im neuen Fenster)

Die 152 im Überblick(öffnet im neuen Fenster)

Foto von Walter Ulbricht bei der Besichtigung der 152

Ein Video-Rundgang durch die Ausstellung Luftfahrt(öffnet im neuen Fenster)

Flyer mit Infos und Kontakt zum Flughafen für Führungen(öffnet im neuen Fenster)

Der Straßenkreuzer des Chefkonstrukteurs des Flugzeugwerks Dresden(öffnet im neuen Fenster)

Wir freuen uns über Feedback. Themenanregungen, Kritik und Blumensträuße nehmen wir unter podcast@golem.de entgegen.


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