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Podcast Besser Wissen: Von Schlangenöl und Sicherheit

Warum haben Virenscanner heute einen so schlechten Ruf? Diese und andere Fragen besprechen wir in unserem Podcast.

Artikel veröffentlicht am , Martin Wolf
Lecker Schlangenöl! (Bild: KI-generiert mit Midjourney / Golem.de)

Nach unserem Podcast zum Thema Viren folgt nun die Ausgabe zu Virenscannern.

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Zunächst gab es weder den Virenbegriff noch Programme, die umfassend nach den sich selbst replizierenden Programmen suchten. Als mit dem Wurm Creeper der Beweis erbracht war, dass sich Code im Netzwerk selbst verbreiten konnte, musste eine eigens programmierte Software dafür sorgen, dass das Experiment gestoppt werden konnte.

Den Namen Virus definierte der Forscher Fred Cohen in seiner 1984 erschienenen Doktorarbeit erstmals so: "... ein Programm, das andere infizieren kann, indem es diese verändert, um eine möglicherweise weiterentwickelte Version von sich selbst einzufügen."

Aber erst in den späten 1980er Jahren begannen Sicherheitsfachleute weltweit damit, dem Thema auch abseits von akademischen Arbeiten Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht nur, dass die Anzahl der Viren anstieg, sie wurden auch vermehrt als Schadsoftware wahrgenommen.

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Dazu hatte ungewollt ein Buch beigetragen: Ralf Burgers Computer Viruses: The Disease of High Technology. Diese sehr praxisnahe Publikation lieferte Inspiration für viele frühe Viren und Würmer. Ihnen war zunächst noch gemein, dass sie sich meist kaum weltweit verbreiten konnten, zu limitiert war der Weg über Disketten und andere Datenträger. So blieb es weiterhin dabei, dass Antivirenprogramme ebenso wenig Verbreitung fanden.

Das änderte sich schlagartig mit dem Aufkommen des Internets ab den 1990er Jahren. Die meisten heute bekannten Firmen, die sich mit der Bekämpfung von Schadsoftware beschäftigen, erlebten zu dieser Zeit einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung. Spätestens in den 2000er Jahren war ein Virenschutz auf nahezu jedem PC obligatorisch. Wieso diese Unternehmen trotzdem inzwischen einen eher schlechten Ruf genießen und wie sich die Gefahrenlage verändert hat, besprechen wir in unserem Podcast.

Mit unserem Podcast Besser Wissen informieren wir unterhaltsam über Technologie- und Wissenschaftsthemen. Wir reden mit der Golem.de-Redaktion und führen Interviews mit externen Expertinnen und Experten. Pro Folge greifen wir ein spezifisches Thema auf und beleuchten es aus verschiedenen Perspektiven. Wir veröffentlichen wöchentlich neue Folgen von Besser Wissen auf Golem.de, diese sind aber auch auf den Plattformen Spotify, Google Podcasts, Deezer und Apple Podcasts und Podigee zu finden; der Feed ist hier. Wer uns abonniert, erhält Zugriff auf die aktuelle Episode, sobald wir sie veröffentlichen.

Wir freuen uns über Feedback! Themenanregungen, Kritik und Blumensträuße nehmen wir unter podcast@golem.de entgegen.

Übrigens: Golem.de ermittelt auch in diesem Jahr wieder die besten Arbeitgeber für IT-Fachkräfte in Deutschland, und zwar über eine Befragung. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn die angestellten ITler unter euch Zuhörern auch an der Umfrage teilnehmen. Sie ist natürlich anonym, Golem.de berichtet dann im Herbst über die Ergebnisse. Ihr findet die Umfrage hier.