Podcast Besser Wissen: Frauen in der IT eine Stimme geben
In der Frühzeit der Computer waren Frauen oft als zuverlässige technische Hilfskräfte gefragt. So waren die britischen Colossus-Rechner(öffnet im neuen Fenster) zum Knacken deutscher Verschlüsselungen am Ende des Zweiten Weltkrieges rund um die Uhr mit einem Team aus 27 Männern und über 270 Frauen(öffnet im neuen Fenster) besetzt. Sie bestückten die Computer mit zu entziffernden Nachrichten und überwachten tausende von Relais und Röhren, die regelmäßig ersetzt werden mussten.
Aber zumindest im Fall der Enigma-Maschinen(öffnet im neuen Fenster) gab es auch Mathematikerinnen. Joan Clarke(öffnet im neuen Fenster) arbeitete eng mit Alan Turing zusammen und wurde nach dem Krieg von der britischen Regierung geehrt. Einen höheren Abschluss in Mathematik verweigerte man ihr jedoch zunächst, da diese bei 1948 ausdrücklich nur für Männer vorgesehen waren.
Ab 1944 hatten die USA einen militärisch nutzbaren universell einsetzbaren Rechner namens Electronic Numerical Integrator and Computer ( ENIAC(öffnet im neuen Fenster) ). Auch hier arbeiteten einige Mathematikerinnen im Team. Ihre Aufgabe, den Rechner zu programmieren, galt als unattraktiv für die Männer. Auch ihnen wurde der berufliche Aufstieg damals verwehrt und zu einem feierlichen Dinner bei der Vorstellung des ENIAC lud man sie gar nicht erst ein.
Ihre Namen waren lange unbekannt und erst 70 Jahre später erfuhren(öffnet im neuen Fenster) sie eine offizielle Anerkennung des US-amerikanischen Berufsverbandes Institute of Electrical and Electronics Engineers.
Die Frauen der Nasa, die entscheidenden Anteil an frühen Raumfahrtmissionen hatten, bekamen in jüngerer Vergangenheit Aufmerksamkeit durch ein Bild(öffnet im neuen Fenster) von Programmiererin Margaret Hamilton(öffnet im neuen Fenster) auf dem sie neben einem Papierstapel so hoch wie sie selbst steht – dem Code des Computers für die Mondmission Apollo.
Viele andere Beispiele sind weniger bekannt. So ist Mary Anne Wilkes(öffnet im neuen Fenster) die erste Benutzerin eines Computers in privaten Räumen überhaupt – und damit 1965 wohl die Erfinderin des Home-Office. Sie programmierte zu Hause ein interaktives Betriebssystem(öffnet im neuen Fenster) für den LINC-Rechner(öffnet im neuen Fenster) , den sie mitentwickelt hatte.
Darüber, wie die Situation von Frauen in der IT sich seitdem verändert hat und welche Herausforderungen noch immer aktuell sind, unterhalten wir uns im Podcast mit zwei Entwicklerinnen.
Shownotes:
Der Podcast von Doreen und Ellen(öffnet im neuen Fenster)
Eine Folge mit Elka Xharo – Informatik war nicht immer eine Männderdomäne(öffnet im neuen Fenster)
Die Py-Ladies Berlin(öffnet im neuen Fenster)
Doreen auf Linkedin(öffnet im neuen Fenster)
Ellen auf Linkedin(öffnet im neuen Fenster)
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