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Podcast Besser Wissen : Film-Spiele und Spiel-Filme

Podcast „Besser Wissen“ Cover
Wir besuchen im Podcast das Computerspielemuseum Berlin und lassen uns erklären, welche Blockbuster und Flops es in die neue Sonderausstellung geschafft haben.
/ Martin Wolf
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Auch Indy ist in der Sonderausstellung vertreten. (Bild: Pixabay, Montage: Golem.de)
Auch Indy ist in der Sonderausstellung vertreten. Bild: Pixabay, Montage: Golem.de

Eines der ersten Film-Spiele basierte mit ziemlicher Sicherheit auf dem Budget-Kinofilm Death Race 2000(öffnet im neuen Fenster) (deutsch: Frankensteins Todesrennen) aus dem Jahr 1975. Obwohl die Spieleentwickler des kalifornischen Herstellers Exidy(öffnet im neuen Fenster) keine Lizenz für den Titel besaßen, nannten sie ihren Mehrspieler-Automaten im Sommer 1976 Death Race.

Dieser Fakt allein war wenig skandalträchtig, der Inhalt des Spieles dafür umso mehr. So beschrieb es ein Redakteur des Fachmagazins Play Meter(öffnet im neuen Fenster) als " das morbideste Spiel seit langem ".

Die sehr simple schwarzweiß-Grafik(öffnet im neuen Fenster) des Spielautomaten zeigte Autos, die über kleine flüchtende Männchen fuhren – die dann durch stilisierte Grabsteine ersetzt wurden.

Was das Geschehen auf dem Bildschirm nicht vermochte, übernahm die Aufmachung des Gehäuses(öffnet im neuen Fenster) : Mit bunten Bildern von Skeletten als Fahrern zog sie auf jeden Fall die Aufmerksamkeit auf sich. So fand sich auch eine Reporterin der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) in Seattle in einer Spielhalle vor einem der Automaten wieder, der von Kindern umlagert war.

Geschockt von den schrei-ähnlichen Piepstönen der Überfahrenen und zunächst ohne Kenntnis der Tatsache, dass Exidy die Gegner in der Anleitung vorsichtshalber nicht als Menschen, sondern als Gremlins bezeichnet hatte, schrieb sie einen landesweit beachteten Artikel(öffnet im neuen Fenster) über den jüngsten Trend zu gewalthaltigen Spielen.

Innerhalb eines Jahres wurden Hersteller Exidy und das Spiel zum Fokus der nationalen Aufmerksamkeit(öffnet im neuen Fenster) in den USA. In einem Artikel(öffnet im neuen Fenster) des Tucson Daily Citzen vom 14. Januar 1977 wies ausgerechnet ein Spielhallenbetreiber darauf hin, dass es zwar auch andere Spiele gebe, die Gewalt beinhalteten, etwa das Schießspiel Gun Fight(öffnet im neuen Fenster) : " ...aber das ist die Tradition des amerikanischen Westens, eine Schießerei, ein Duell auf offener Straße abzuhalten. Aber Leute absichtlich zu überfahren – das ist überhaupt keine amerikanische Tradition. "

Zur Tradition wurde es hingegen erst ab Anfang der 1980er Jahre, dem jeweils aktuellen Blockbuster-Film auch ein mehr oder minder gutes offizielles Spiel mitzugeben. Welche dieser Umsetzungen in der aktuellen Sonderausstellung des Computerspielemuseums Berlin spielbar sind, und wie die Sammlung überhaupt entstand, besprechen wir im Podcast mit der Projektmanagerin Nicole Hanisch und dem Kurator Matej Samide.

Shownotes:

Das Museum(öffnet im neuen Fenster)

Die Sonderausstellungen(öffnet im neuen Fenster)

Die Geschichte des Hauses(öffnet im neuen Fenster)

Wie die Games ins Museum kamen(öffnet im neuen Fenster)

Der Song Chammak Challo aus Ra.One(öffnet im neuen Fenster)

FSJ im Computerspielemuseum(öffnet im neuen Fenster)

Wir freuen uns über Feedback. Themenanregungen, Kritik und Blumensträuße nehmen wir unter podcast@golem.de entgegen.


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