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Podcast Besser Wissen : Filesharing und die Folgen

Podcast „Besser Wissen“ Cover
Cyberkommunismus oder Content-Klau - in unserem Podcast reden wir über Geschichten rund um die Jahrtausendwende.
/ Martin Wolf
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Musikdateien waren auf Tauschbörsen in den 2000ern populär. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)
Musikdateien waren auf Tauschbörsen in den 2000ern populär. Bild: Pixabay / Montage: Golem.de

Musik aus dem Internet - dank MP3 war das ab Anfang der 1990er Jahre einfach möglich, auch wenn die Bandbreite der Datenübertragung per Telefon beim Download einiges an Geduld abverlangte. Hinzu kamen die Leitungskosten, die pro Minute abgerechnet wurden.

Eine der ersten populären Plattformen war das Internet Underground Music Archive, kurz Iuma(öffnet im neuen Fenster) . Dort tummelten sich zunächst eher unbekannte Bands, die auf eine weitere Verbreitung ihrer Songs hofften. Mit dem Dotcom-Boom um das Jahr 2000 herum und der steigenden Zahl an Breitbandanschlüssen erlebte Iuma eine kurzzeitige Blüte. Man lobte sogar einen Preis von 5.000 Dollar aus. Wer sein Neugeborenes Iuma nannte, bekam das Geld - eine typische Dotcom-Idee.

Gleichzeitig gab es einen weiteren, ebenso kurzen Höhenflug eines neuen Dienstes: Napster(öffnet im neuen Fenster) . Von einem Studenten 1999 gegründet, basierte er auf dem Teilen und Herunterladen von Musikstücken ohne Rücksicht auf urheberrechtliche Belange.

Weil man seine digitale Bibliothek inzwischen auf winzigen MP3-Playern mit sich herumtragen konnte und die Preise für Speicher kontinuierlich fielen, war es nicht unüblich, eine Bibliothek von Tausenden kostenlos geladenen Songs zu besitzen.

Das war der Musikindustrie natürlich gar nicht recht - und so begann eine Klagewelle. Zunächst richteten die Anwaltskanzleien der Plattenindustrie ihr Augenmerk auf die Plattformen. Die argumentierten, dass sie ja lediglich Links verteilten. Auch wenn Napster im Rahmen der ersten Prozesse in Konkurs ging, gab es sofort genügend andere Anbieter(öffnet im neuen Fenster) für Hit-Nachschub. Die zweite Klagewelle richtete sich auf die Konsumenten. Dass eine Industrie ihre eigene Kundschaft mit rechtlichen Mitteln bekämpfte, war ein Novum.

In unserem Podcast berichten wir aus erster Hand über den Ablauf einer solchen Abmahnung. Die Golem.de-Redakteure Tobias Költzsch, Oliver Nickel und Martin Wolf schweifen aber auch in andere Gebiete ab und machen etwa einen Ausflug nach Sealand.

Mit unserem Podcast Besser Wissen informieren wir unterhaltsam über Technologie- und Wissenschaftsthemen. Wir reden mit der Golem.de-Redaktion und führen Interviews mit externen Expertinnen und Experten. Pro Folge greifen wir ein spezifisches Thema auf und beleuchten es aus verschiedenen Perspektiven. Wir veröffentlichen wöchentlich neue Folgen von Besser Wissen auf Golem.de, diese sind aber auch auf den Plattformen Spotify(öffnet im neuen Fenster) , Google Podcasts(öffnet im neuen Fenster) , Deezer(öffnet im neuen Fenster) , Apple Podcasts(öffnet im neuen Fenster) und Podigee(öffnet im neuen Fenster) zu finden; der Feed ist hier(öffnet im neuen Fenster) . Wer uns abonniert, erhält Zugriff auf die aktuelle Episode, sobald wir sie veröffentlichen.

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