Podcast Besser Wissen: Dürer und die Grafikkarten
Von 2D zu 3D, von Pixelkunst zu Raytracing – wir beleuchten die Geschichte der Grafikbeschleuniger in unserem Podcast.
Die ersten Computer hatten weder einen Bildschirm im heutigen Sinne noch spezielle Hardware zur Ausgabe von Grafik. Erst als Spielautomaten, ihre Konsolenableger fürs Wohnzimmer und Heimcomputer Ende der 1970er Jahre bewegte Objekte und farbige Hintergrundgrafiken populär machten, wurden erste Videochips notwendig.
Zunächst übernahm aber die CPU auch große Teile der Bilddarstellung, so beispielsweise im Atari 2600, der mit mageren 128 Byte Speicher für die damalige Zeit erstaunliche Grafiken auf den Fernseher brachte.
In Echtzeit musste der Prozessor der Konsole die Rasterlinien der Bildschirmausgabe zeitgerecht an den Bildschirm liefern, die Austastlücke, während der der Elektronenstrahl abgeschaltet wurde, nutzte die Konsole für die Berechnung der Spielelogik und anderer Elemente.
Komplexere Spezialchips von Motorola, Atari und Commodore bestimmten die Fähigkeiten der Computer und Konsolen ab Anfang der 1980er Jahre. Von fotorealistischen Bildern war man aber, sowohl was die Auflösung betraf als auch bei der Anzahl der darstellbaren Farben, noch weit entfernt. Das lag auch daran, dass für jeden Pixel auf dem Bildschirm dauerhaft Speicher verfügbar sein musste, der damals viel zu teuer war, als dass man ihn für bunte Bilder verschwendet hätte.
Erst ab Mitte der 1980er Jahre kamen mit den 16-bit-Systemen bessere Grafiken auf die heimischen Fernseher. PC-Besitzer mussten sich aber sogar noch länger gedulden.
Wieder gab die Spieleindustrie die Impulse dafür, dass sich die Grafikfähigkeiten verbesserten. Es gab zwar auf den IBM-kompatiblen PCs auch Windows-Programme, die von 2D-Grafikbeschleunigung profitierten, aber erst mit den leistungshungrigen 3D-Spielen der 1990er erfolgte ein Innovationsschub, der unsere heutigen Grafikkarten vorwegnahm.
In unserem Podcast werfen wir einen Blick zurück und diskutieren auch die Preisentwicklung der letzten Jahre.
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