Podcast Besser Wissen : Als die AEG die Glühbirne nach Berlin brachte


Dem Berliner Unternehmer Emil Rathenau war im Sommer 1881 klar, dass er einen Blick in die elektrische Zukunft geworfen hatte. Auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung(öffnet im neuen Fenster) in Paris sah er Edisons Kohlefadenlampe(öffnet im neuen Fenster) und wusste, dass sie den Weg für die Anwendbarkeit der elektrischen Energie in den Haushalten der Menschen ebnen könnte.
Um eine allgemeine Stromversorgung in seiner Heimatstadt aufzubauen, würde er jedoch wesentlich mehr Geld benötigen, als er allein aufbringen konnte. Zumindest die Nutzungsrechte für Edisons Patente konnte er sich nach zähen Verhandlungen sichern. Die Banken waren jedoch noch nicht vollends überzeugt und ließen sich zunächst nur auf eine Studiengesellschaft zur Erprobung der neuen Technologie ein.
Ein weiteres Problem stellte der große Siemens-Konzern(öffnet im neuen Fenster) dar: ebenfalls in Berlin ansässig beanspruchte er die Marktführerschaft bei der Elektrizität. Erst 1887 gelang es Emil Rathenau, mit 12 Millionen Mark und einer Anteilseignerschaft von Siemens eine aggressive expandierende Aktiengesellschaft namens Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft zu erschaffen.
Innerhalb von 20 Jahren wuchs die AEG zu einem global agierenden Mischkonzern mit 70.000 Angestellten. In den Weltkriegen stellte das Unternehmen Rüstungsgüter(öffnet im neuen Fenster) her. Während der Zeit des Nationalsozialismus profitierte es auch von Zwangsarbeit(öffnet im neuen Fenster) .
In unserem Podcast beleuchten wir den Aufstieg und Fall der AEG mit dem ehemaligen stellvertretenden Direktor der Stiftung deutsches Technikmuseum Joseph Hoppe.
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