PODCAST BESSER WISSEN : Der Mann, der das Internet nach Deutschland brachte


Am 2. August 1984 um 10:14 Uhr erreichte die erste E-Mail aus den USA einen Rechner in Deutschland. Vor diesem Computer saß Informatikprofessor Werner Zorn(öffnet im neuen Fenster) . An seine Adresse Zorn@Germany hieß es: "Wilkomen in CSNET." Zorn hatte die zwei Jahre zuvor damit verbracht, auf diesen Moment hinzuarbeiten.
Nachdem eine Abordnung des Wissenschaftsministeriums Anfang der 1980er Jahre den Stand der Vernetzung in den USA begutachtet hatte, wurde Werner Zorn damit beauftragt, auch die Bundesrepublik an der weltweiten Kommunikation teilhaben zu lassen. Das Arpanet(öffnet im neuen Fenster) war gerade um seinen wissenschaftlichen Ableger CSNET(öffnet im neuen Fenster) erweitert worden und alles, was Werner Zorn hatte, war ein Zettel mit dem Namen dieses Netzes und damit ein paar potenzielle Ansprechpartner in Übersee.
Die zu kontaktieren, war in diesem Zeiten alles andere als leicht. Über einen Kollegen in London stellte er die Verbindung her und begann mit seinem Team, die technischen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen.
Als die Mail - und damit die Bestätigung des geglückten Anschlusses - schließlich eintraf, wurde Karlsruhe zum ersten deutschen Internetstandort und Deutschland selbst zum ersten funktionsfähigen Netzknoten außerhalb der USA. In Frankreich und Israel gab es damals zwar einzelne verbundene Rechner, aber ein Forschungsnetzwerk mit Zugang zum frühen Internet hatte nur die Bundesrepublik.
Diesen Vorsprung verspielte Deutschland jedoch recht schnell, was Zorn noch heute kritisiert. In unserem Podcast unterhalten wir uns mit ihm über die Bedeutung seiner damaligen Arbeit, das "Neuland" und seine Sicht auf die Entwicklung der Netze seit 1984.
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