Podcast Besser Wissen : Der dreidimensionale Trend


Schon im ausgehenden 19. Jahrhundert brachte ein französischer Ingenieur(öffnet im neuen Fenster) die erste Stereoskopiekamera auf den Markt. Das Modell Vérascope(öffnet im neuen Fenster) wurde ein außerordentlicher Erfolg, es verkaufte sich geschätzte 50- bis 100.000 Mal.
Dabei machte das kompakte Modell von einigen damals neuen technischen Entwicklungen Gebrauch. So ließ es mit seinem Magazin(öffnet im neuen Fenster) die Aufnahme mehrerer Bilder hintereinander zu, ohne dass die Kamera zwischendurch geöffnet werden musste. Die Platten waren in einem Magazin angeordnet und klappten nach der Aufnahme aus dem Strahlengang.
Eine spätere Version erweiterte den Funktionsumfang sogar noch: Sie ließ sich als Kamera und als Betrachter verwenden. Dieses Prinzip sollte erst über 100 Jahre später wieder populär werden - mit dem Aufkommen von Digitalkameras(öffnet im neuen Fenster) mit Bildschirm auf der Rückseite.
Das Vérascope und das spätere Taxiphote wurden in den folgenden Jahrzehnten derart populär, dass ihre Namen synonym für die Stereokamera(öffnet im neuen Fenster) standen - ähnlich wie der Begriff Fön für Haartrockner(öffnet im neuen Fenster) .
Anders als dieser geriet die stereoskopische Fotografie jedoch bald wieder aus der Mode und damit die ersten Kameras in Vergessenheit.
In unserem Podcast unterhalten wir uns über das Auf und Ab der Stereoskopie in Fotografie und Film und gehen der Frage nach, ob der 3D-Trend nach einer Renaissance in den 2010ern nicht wohlverdient wieder in der Nische gelandet ist.
Shownotes:
Stereo Daguerrotypien(öffnet im neuen Fenster)
Deutschen Gesellschaft für Stereoskopie(öffnet im neuen Fenster)
Looking Glass Portrait ausprobiert
Die Höhle der vergessenen Träume(öffnet im neuen Fenster)
Die Top 50 3D-Filme(öffnet im neuen Fenster)
Der Stereoskopie-Kongress(öffnet im neuen Fenster)
Wir freuen uns über Feedback. Themenanregungen, Kritik und Blumensträuße nehmen wir unter podcast@golem.de entgegen.



