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Podcast Besser Wissen : Als Intel scheiterte

Podcast „Besser Wissen“ Cover
Wir diskutieren im Podcast einige Fehlschläge des Konzerns.
/ Martin Wolf
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Der Pentium war teilweise fehlerbehaftet. (Bild: Intel / Montage: Golem.de)
Der Pentium war teilweise fehlerbehaftet. Bild: Intel / Montage: Golem.de

Intel ist ein erfolgsverwöhntes Unternehmen. Schon der Start im Jahr 1968 verlief glücklich. Der Risikokapitalinvestor Arthur Rock(öffnet im neuen Fenster) brauchte lediglich einen Tag und ein paar Telefonate, dann hatte er die 2,5 Millionen US-Dollar zusammen, die die Gründer Gordon Moore(öffnet im neuen Fenster) und Robert Noyce(öffnet im neuen Fenster) benötigten.

Dabei hatten die beiden lediglich ein dürres Dokument mit den Basisdaten des Start-ups vorzuweisen. In der Branche galten ihre Namen jedoch als Garanten für Innovation im Bereich der Halbleiter. Schließlich waren sie jahrelang im hoch angesehenen Shockley Semiconductor Laboratory(öffnet im neuen Fenster) beschäftigt und forschten an den Grundlagen für die Zukunftstechnologie.

Obwohl diese Investitionssumme für die 1960er Jahre hoch war, zahlten sich die Einlagen schnell aus. Nach nur zwei Jahren hatte Intel einige Produkte, die den bislang vorherrschenden Kernspeicher ablösten: Speicherchips wie der 1101(öffnet im neuen Fenster) ließen sich preiswert in großen Mengen herstellen und machten Intel profitabel.

Die erste eigene CPU (G+) hingegen gehörte zunächst nicht einmal dem Unternehmen.

Dessen Entwicklung begann im Rahmen eines Vertrags mit einem japanischen Hersteller von Tischrechnern Busicom(öffnet im neuen Fenster) . Die Firma wandte sich an Intel, um künftige Maschinen mit Logikschaltkreisen auf Halbleiterbasis auszustatten. Die Japaner zogen also bei Intel ein und entwarfen in den Büros mit Hilfe einiger Ingenieure das Design für die zukünftige Rechenmaschine.

Nach zwei Jahren Entwicklungszeit hatte Busicom zwar einen einzigartigen Mikroprozessor, aber kein Geschäftsmodell mehr. Der Markt für hochpreisige Tischrechner war eingebrochen. Auf Anregung seiner Ingenieure, die Entwicklungsmöglichkeiten des 4004 erkannten, kaufte Intel-Chef Robert Noyce die Rechte an der CPU für 60.000 US-Dollar zurück.

Eine Anzeige von 1971(öffnet im neuen Fenster) kündigte eine neue Ära der integrierten Elektronik an. Auf der Illustration sind vier große Schaltschränke zu sehen, die – wie damals üblich – den Computer repräsentieren. Ein genauerer Blick offenbart, dass die Schränke in Wirklichkeit Computerchips sind. Intel hatte den ersten universell einsetzbaren Mikroprozessor im Portfolio, den 4004.

Mit welchen CPUs Intel weniger Glück hatte und warum ein Intel-Chef das Unternehmen als dreibeinigen Hocker bezeichnete, besprechen wir in unserem Podcast.

Shownotes:

Timeline Intel(öffnet im neuen Fenster)

Artikel zum 40. Jubiläum von Intel

Alles zu Spectre auf Golem.de

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