Pocket PC: Linux-Minirechner soll "Hacker-Konsole zum Mitnehmen" sein

Mit Debian als Betriebssystem und frei programmierbarer Tastatur: Der Pocket PC wird per Crowdfunding finanziert und richtet sich an Entwickler, die ein Linux-System für unterwegs brauchen. Nicht nur das ist ungewöhnlich, sondern auch das optionale Lora-Modem und vergleichsweise viele USB-Anschlüsse.

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Der Pocket PC wird wohl tatsächlich in die Tasche passen.
Der Pocket PC wird wohl tatsächlich in die Tasche passen. (Bild: Pocket Computers)

Vier Entwickler des Unternehmens Popcorn Computers arbeiten derzeit am Pocket PC. Dabei handelt es sich um ein tragbares Gerät mit eingebauter Tastatur und 4,95 Zoll großem Display. Das Besondere: Es verwendet die Linux-Distribution Debian als primäres Betriebssystem. Die Entwickler bezeichnen das Gerät daher als "ihre Hacker-Konsole zum Mitnehmen". Es soll auch eine Version mit optionalem Lora-Modem geben, das im gleichnamigen IoT-Netz funken kann.

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Dass derzeit nur Renderbilder vom kleinen Computer existieren, hat einen guten Grund: Noch sammelt das Team per Crowdfunding genug Kapital, um sein Projekt umsetzen zu können. Die Kampagne soll am 24. November 2019 starten. Zumindest geben die Entwickler bereits eine Übersicht über die geplante Hardware des kleinen Linux-Systems.

Er wird von einem ARM-Cortex-A53-Prozessor mit vier Kernen bei 1,2 GHz angetrieben. Auf dem Mainboard sind zudem 2 GByte DDR3 RAM und 32 GByte Flash-Speicher vorhanden. Ein interner Micro-SD-Kartenleser ermöglicht die Erweiterung des Massenspeichers. Das 4,95 Zoll große IPS-Display soll in 1080p auflösen. Ein Touchscreen ist integriert. Es wird daher der Vergleich zum Bildschirm des Nexus-5-Smartphones gezogen. Das WLAN-Modul funkt nur im 2,4-GHz-Band und per Bluetooth 4.0. Der Akku ist mit 3.000 mAh angegeben.

Open-Source-Tastatur und vier USB-C-Ports

Die Tastatur soll auf einer Open-Source-Schnittstelle aufbauen und sich von Nutzern nach Belieben programmieren lassen. Das gilt auch für die LED-Hintergrundbeleuchtung. Vier USB-C-Anschlüsse soll das Gerät vorweisen. Zwei davon sollen Host-Ports (einer mit Power Delivery) sein, ein Geräteport mit Power Delivery und ein USB-Anschluss mit einem USB-to-Serial-Umwandler sind ebenfalls geplant. Letzterer soll sich für die Verbindung mit älteren, aber immer noch gängigen, seriell angebundenen Terminals oder Servern eignen.

  • Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
  • Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
  • Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
  • Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
  • Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
  • Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
  • Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
  • Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
Renderbild des Pocket PC (Bild: Pocket Computers)
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Es soll zwei Versionen des Pocket PC geben, beide mit vorinstalliertem Debian 10: Für 200 US-Dollar erhalten Nutzer die Standardversion. Das Gerät mit Lora-Kompatibilität wird für 300 US-Dollar angeboten.

Die Entwickler von Popcorn Computers wollten bereits ein Kickstarter-Projekt finanzieren. Für den Minicomputer Super Popcorn konnte allerdings nicht das Finanzierungsziel erreicht werden. Es wird sich zeigen, ob der Pocket PC besser ankommt.

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christian_k 05. Mai 2020

Es gibt allerdings auch matte Displays, die das Umgebungslicht nutzen: An eBook Readern...

demon driver 23. Nov 2019

Das Fxtec wird auch nur einen kleinen Teil dessen abdecken können, wofür ich das Netbook...

gadthrawn 20. Nov 2019

Noodle Pi wäre mit 93mm x 60mm x 10mm/19mm und verschidenen ansteckbaren Tastaturen auch...

Schnookerippsche 19. Nov 2019

Niemand brauchts, niemand hat danach gefragt und dennoch versucht der "Hersteller"(bzw...



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