Pluton: Auch Dell will auf Microsofts Security-Chip verzichten
Microsofts Zukunft der Hardware-Sicherheit scheint nicht von allen PC-Herstellern und OEMs mitgetragen zu werden: Mit Dell hat ein weiterer großer Hersteller angekündigt, Microsofts Sicherheitschip Pluton in einem Großteil seiner Geräte nicht nutzen zu wollen, wie das Magazin The Register(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
Auf Anfrage sagte Dell dem Magazin: "Pluton entspricht nicht dem Ansatz von Dell in Bezug auf Hardwaresicherheit und unseren Anforderungen an die sichersten kommerziellen PCs." Zuvor hatte schon Lenovo angekündigt, Pluton in seinen Geräten noch nicht aktivieren zu wollen.
Noch will Dell eine Verwendung von Pluton jedoch nicht vollständig ausschließen. Bei The Register heißt es: "Wie bei allen neuen Technologien werden wir Pluton weiterhin evaluieren, um zu sehen, wie er in Zukunft im Vergleich zu bestehenden TPM-Implementierungen abschneidet". Hinzu komme, dass Dell eigene Sicherheitstechnik umsetze.
Mit Pluton will Microsoft die Firmware von Windows-Systemen besser gegen Angriffe schützen und hat dafür ein eigenes Controller-Design erstellt. Der Chip wird zusätzlich zu AMD auch von Qualcomm in seine aktuellen CPUs integriert. Auch Intel-Chips sollen künftig darüber verfügen. In den aktuellen Intel-Core-CPUs der 12. Generation alias Alder Lake ist Pluton jedoch noch nicht integriert. Neue Dell-Geräte mit diesen Chips können Pluton deshalb sowieso nicht nutzen.
Die Funktion von Pluton soll anfangs die eines TPM übernehmen und künftig darüber hinausgehen. Zudem wird Microsoft selbst für die Sicherheit und Updates der Pluton-Firmware sorgen, damit die Chips und darauf gespeicherte Schlüssel besser geschützt sind. Pluton soll dabei auch als sogenannte Root-of-Trust genutzt werden.
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