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Pluribus auf Apple TV: Die nächste großartige Vince-Gilligan-Serie

Was, wenn alle Menschen glücklich sind, und man der letzte Mensch ist, der das falsch findet? In Pluribus geht es Rhea Seehorn so.
/ Peter Osteried
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Carol (Rhea Seehorn) ist wütend - und ihre Wut hat Auswirkungen auf die "Glücklichen" dieser Welt. (Bild: Apple TV)
Carol (Rhea Seehorn) ist wütend - und ihre Wut hat Auswirkungen auf die "Glücklichen" dieser Welt. Bild: Apple TV
Inhalt
  1. Pluribus auf Apple TV: Die nächste großartige Vince-Gilligan-Serie
  2. Was spricht gegen allumfassende Glückseligkeit?

Bei dem Namen Vince Gilligan denken heute viele an Breaking Bad und Better Call Saul. Der Autor und Regisseur begann seine Karriere jedoch bei Akte X , er hat über 30 Drehbücher für die Sci-Fi-Serie geschrieben. Die hoben sich in der Regel von den Geschichten anderer Autoren ab, weil sie ungewöhnlicher, schräger, eigentümlicher, auch absurder waren – oft mit einer Form von Humor, die man in der Serie sonst eher nicht antraf.

Mit seiner neuen Sci-Fi-Serie Pluribus hat Gilligan wieder etwas Eigentümliches – und wahrscheinlich Grandioses – geschaffen.

Die ersten beiden Folgen der Apple-TV-Serie, von der direkt zwei Staffeln bestellt wurden, debütierten am 7. November. In ihnen entwickelt sich eine hochgradig ungewöhnliche und vor allem phantasievolle Geschichte, die nicht erahnen lässt, wie sie sich weiter entwickelt.

Endlich glücklich

Carol (gespielt von Rhea Seehorn, der Kim aus Better Call Saul) ist eine erfolgreiche Schriftstellerin und kommt mit ihrer Freundin und Agentin Helen von einer Lesereise zurück, als ein weltweites Phänomen zu greifen beginnt. Alle Menschen beginnen zu zittern – nur Carol ist davon nicht betroffen.

Sie versucht, Hilfe für Helen zu finden, aber auch dem Krankenhauspersonal geht es schlecht – bis sich plötzlich wieder alle bewegen, als wäre nichts geschehen. Helen jedoch stirbt, woraufhin sich Menschen um Carol versammeln. Auf ihre Frage, was denn los sei, antworten sie im Chor: "Wir wollen dir nur helfen, Carol."

Carol flieht nach Hause, im Fernsehen gibt es eine Nachricht speziell für sie, und dann ein Gespräch mit einem Minister. Alle auf der Welt sind nun eins, sind glücklich, sind mit sich im Reinen. Es gibt keine Gewalt, keinen Krieg, keinen Hunger, kein Leid mehr.

Nur einer Handvoll Menschen geht das nicht so, unter anderem Carol. Wieso das so ist, weiß niemand – und Carol will sich damit nicht abfinden. Sie hat genug Invasionsfilme gesehen, um zu wissen, dass das nicht gut enden kann. Aber was kann sie tun?

Ein Countdown für die Menschheit

Tatsächlich erinnert die Grundgeschichte an Invasionsfilme gängiger Art – schon am Anfang, als Wissenschaftler ein außerirdisches Signal orten, gegen das das Wow!-Signal(öffnet im neuen Fenster) harmlos ist.

Hier beginnt ein Countdown von 439 Tagen und damit die Veränderung der Menschheit. Man kennt das aus Filmen wie Die Körperfresser kommen .


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