Plugins: Google mustert NPAPI in Chrome aus

Google will im Chrome-Browser endgültig auf NPAPI verzichten. Das Plugin-API soll ab Januar 2014 ausgemustert werden. Dann will Google NPAPI-Plugins aus dem Stable-Channel entfernen und bestehende blockieren. Seit 2009 unterstützt Google Chrome die modernere PPAPI alias Pepper Plugin API, die auch Sandboxing ermöglicht, und weitere Schnittstellen wie das Messaging API. Mozilla will ab Dezember 2013(öffnet im neuen Fenster) aus Sicherheitsgründen NPAPI-Plugins blockieren.
Es gebe nur noch sechs NPAPI-Plugins, die noch mehr als 5 Prozent der Chrome-Benutzer einsetzten. Das habe eine anonyme Erhebung ergeben, die im vergangenen Monat durchgeführt wurde, heißt es in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) . Die veraltete NPAPI-Architektur sei zudem verantwortlich für die meisten Abstürze und Sicherheitslücken. Außerdem sei der Code zu komplex geworden.
Plugin-Whitelist
Dennoch will Google NPAPI schrittweise ausmustern. Wenn ab Januar 2014 NPAPI-Plugins blockiert werden, will Google die am meisten genutzten Plugins zunächst noch im Stable Channel belassen. Dazu gehören Silverlight, das von etwa 15 Prozent der Nutzer noch eingesetzt wird. Unity und Google Earth bleiben ebenfalls eine Zeit lang erhalten. Google Talk und Facebook Video sollen ebenfalls noch nicht blockiert werden, sondern landen allesamt auf einer Whitelist. Von den Änderungen nicht betroffen bleiben das Flash-Plugin und der PDF-Viewer, denn beide nutzen PPAPI.
Ab sofort werden keine neuen Apps oder Erweiterungen im Web Store mehr zugelassen, die NPAPI nutzen. Bereits vorhandene Plugins können noch bis Mai 2014 aktualisiert werden. Danach werden sie von der Homepage des Web Store ebenso entfernt wie aus den Kategorieseiten und aus der Suche. Im September 2014 sollen dann alle Apps und Erweiterungen entfernt sein. Sie lassen sich jedoch weiterhin nutzen, bis das NPAPI endgültig aus dem Chrome-Browser entfernt wird. Das soll dann Ende 2014 geschehen.
Als Alternativen stehen Entwicklern Native Client(öffnet im neuen Fenster) oder das Native Messaging API(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung.



