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Plugin-Hybrid: Mercedes S-Klasse soll kabellos laden

Mercedes Benz will die S-Klasse ab 2017 mit einem kabellosen System per Induktion laden. Der Plugin-Hybrid Mercedes-Benz S500e arbeitet mit dem System Qualcomm Halo und dürfte als Wegbereiter für diese Technik dienen.
/ Michael Linden
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Geladen wird künftig per Induktion (Bild: Mercedes Benz)
Geladen wird künftig per Induktion Bild: Mercedes Benz

Der Chiphersteller Qualcomm ist Lieferant für die Induktionsladelösung für den Mercedes-Benz S500e, der 2017 auf den Markt kommen soll. Der Akku des Plugin-Hybrid kann dann in der heimischen Garage oder an anderen Ladepunkten ohne Kabel aufgeladen werden. Der Lithium-Ionen-Akku des aktuellen S500e(öffnet im neuen Fenster) muss noch über eine Ladedose rechts im hinteren Stoßfänger extern geladen werden.

Dem sogenannten Wireless Electric Vehicle Charging (WEVC) könnte damit der Durchbruch gelingen. Es handelt sich um die erste Anwendung von Qualcomm Halo in einem Hybridfahrzeug. Der Fahrer muss über dem Ladepunkt auf dem Boden anhalten, und der Ladevorgang beginnt. Durch Licht- und Tonsignale wird dem Fahrer in der heimischen Garage angezeigt, wie er das Fahrzeug positionieren muss.

Geladen wird bei Qualcomm Halo mit 85 Kilohertz und einer Leistung von 3,6 bis 22 Kilowatt. Die Bodenplatte kann alle Leistungsstufen laden - welche genutzt wird, hängt vom Gegenstück unter dem Auto ab. Für den Plugin-Hybrid mit seinem vergleichsweise kleinen Akku reicht das nach Angaben von Qualcomm. Bei reinen Elektroautos wird eine höhere Leistung erforderlich sein.

Mercedes zeigte erst kürzlich, wie sich das Unternehmen die Elektrofahrzeuge der Zukunft vorstellt und will dabei selbst eine große Rolle spielen.

Mercedes Generation EQ (Herstellervideo)
Mercedes Generation EQ (Herstellervideo) (01:10)

Das Ladesystem erkennt Tiere und metallische Gegenstände zwischen Ladeplatte und Fahrzeug. Damit weder Lebewesen noch Technik Schaden nehmen können, schaltet sich der Ladevorgang dann ab. Bleibt das Objekt über einen längeren Zeitraum liegen, kann das System dem Fahrer eine Nachricht aufs Mobiltelefon schicken. Das verhindert, dass er am Morgen in ein Auto mit leerem Akku steigt.


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