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Plötzliche Rückerstattung: Apple verursacht finanziellen Schaden bei Entwickler

Nach über anderthalb Jahren erstattet Apple einem Käufer von 500 Bildungsversionen der App Air Display 2 den vollen Kaufpreis – ohne Wissen und zulasten des Entwicklers Dave Howell. Offenbar ist das kein Einzelfall.
/ Tobias Költzsch
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500 Bildungsversionen von Air Display 2 wurden nach über anderthalb Jahren zurückgegeben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
500 Bildungsversionen von Air Display 2 wurden nach über anderthalb Jahren zurückgegeben. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Die Verwunderung bei iOS-Entwickler Dave Howell muss groß gewesen sein: Am 25. April 2016 zog Apple dem Programmierer der App Air Display 2(öffnet im neuen Fenster) den finanziellen Gegenwert von 500 Bildungsversionen seiner Anwendung von seinem Verkäuferkonto bei iTunes ab. Verwundert war er wahrscheinlich deshalb, weil er die Apps bereits über anderthalb Jahre vorher verkauft hatte.

Eine Vorankündigung oder Erklärung hat es nicht gegeben

Auf Twitter beschwert(öffnet im neuen Fenster) sich Howell, dass er zu dem Vorgang keine Erklärung von Apple bekommen hat, nicht einmal kontaktiert wurde und auch nicht weiß, wer der damalige Käufer gewesen ist. "Ich vermute, dass es irgendein Schulbezirk ist, der seine Test-iPads zurückgegeben hat und jetzt Android nutzt. Aber wer weiß", twittert(öffnet im neuen Fenster) Howell zu den denkbaren Gründen.

Seinen Angaben zufolge hat sich Apple offenbar auch auf Nachfragen per E-Mail nicht zu der Sache geäußert. Glücklicherweise erfolgte die Rückerstattung an einem Tag, an dem die jüngste Version von Air Display rabattiert angeboten wurde; dementsprechend hatte Howell an diesem Tag gute Einnahmen, um den Abzug der anderthalb Jahre alten Einnahmen zu kompensieren.

Verlust dürfte im vierstelligen Bereich liegen

Wie hoch die Abzüge sind, schreibt Howell nicht. Die normale Version von Air Display 2 kostet im App Store 8 Euro. Selbst wenn man von einem merklich niedrigeren Preis für die Bildungsversion der App ausgeht, dürfte der Schaden bei 500 Exemplaren im vierstelligen Bereich liegen.

Im Zuge der Diskussion auf Twitter meldete sich auch ein anderer Entwickler, dem dasselbe widerfahren ist: Auch James Owen(öffnet im neuen Fenster) soll Apple nach 18 Monaten den Kaufpreis von 900 Bildungsversionen einer App nachträglich von seinem Konto abgezogen haben. Nur durch Zufall konnte der Entwickler den Käufer der Anwendung herausfinden und das Problem lösen.

Nachtrag vom 6. Mai 2016, 12:53 Uhr

Dave Howell wurde mittlerweile von Apple kontaktiert, das Geld wurde auf sein Konto zurückgebucht. Dies teilt er auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) mit. Grund sei "eine Anomalie" gewesen, die möglicherweise aufgrund einer Änderung in der Kontenverwaltung entstanden sein könnte.


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