Plexcorps: SEC friert Konten von Kryptowährungsstartup ein
Die US-Börsenaufsicht Security and Exchange Commission hat die Bankkonten des Startups Plexcorp eingefroren(öffnet im neuen Fenster), das für bis zu 15 Millionen US-Dollar Token in einem Initial Coin Offering (ICO) verkauft hat. Den Betreibern wird Betrug vorgeworfen.
Das Startup soll hohe Gewinne versprochen haben, ohne jedoch eine echte Chance zu haben, diese auch zu realisieren. Außerdem habe das Team ein "nichtexistentes Team von Experten beworben" und finanzielle Verbrechen des Gründers, Dominic Lacroix, verschwiegen.
Plexcorps wurde zuvor bereits von kanadischen Behörden kritisiert. Diese hatten angewiesen, keine weiteren Investments mehr anzunehmen und die Werbung einzustellen. Plexcorps wird außerdem vorgeworfen, "unfassbare Gewinne" von 1.354 Prozent Profit innerhalb nur eines Monats versprochen zu haben.
200.000 für "extravagante persönliche Ausgaben" entfremdet
Von den eingesammelten Geldern sollen Lacroix und seine Gesellschafterin Sabrina Paradis-Royer rund 200.000 US-Dollar für persönliche Zwecke und "extravagante persönliche Ausgaben" verwendet haben.
Plexcorps widerspricht den Aussagen. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens heißt es: "Wir werden in den Medien als Räuber, Betrüger und Scammer dargestellt. Sie beschmieren unseren Namen mit Anschuldigungen, die manchmal falsch oder irreführend sein können." Weiter heißt es: "Wir behaupten, dass Plexcoin kein Betrug ist, weil kein Geld gestohlen wurde und, noch einmal, alle gekauften Plexcoin verteilt wurden."
Die SEC hatte im Sommer beschlossen, dass Initial Coin Offerings unter die Wertpapiergesetze der USA fallen und entsprechend reguliert werden können. In China wurden angesichts des zunehmenden Hypes um Kryptowährungen und angesichts zahlreicher Betrugsfälle ICOs komplett verboten.
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