Pleite: Onlineshops müssen Spiele von Telltale Games auslisten
Früher oder später wird es Spiele wohl nicht mehr auf Disks, Cartridges oder anderen physischen Datenträgern geben, sondern nur noch online als Download. Nun zeigt sich anhand des im September 2018 wegen finanzieller Schwierigkeiten geschlossenen kalifornischen Entwicklerstudios Telltale Games , dass die Spielebranche dabei vor besonderen Problemen steht. Portale wie Gog und Steam müssen derzeit die Werke von Telltale aus dem Sortiment nehmen.
Besonders betroffen ist Gog. In ihrem Forum schreiben(öffnet im neuen Fenster) die Betreiber des Portals: "Leider müssen wir euch mitteilen, dass aufgrund der Schließung alle verbleibenden Titel von Telltale am 27. Mai 2019 aus unserem Katalog gestrichen werden." Betroffen sind unter anderem The Wolf Among Us, Marvel's Guardians of the Galaxy, Tales from the Borderlands sowie Episodenabenteuer auf Basis von Batman und Sam & Max. Die Adventures können ab dem Stichtag nicht mehr gekauft werden. Immerhin: Wer die Spiele schon erworben hat, kann sie weiterhin herunterladen und verwenden. Ein neuer Kauf ist aber nicht möglich.
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Auch auf Steam gibt es einen ersten Ausfall: Tales of the Borderlands ist zwar noch im Katalog auffindbar, kann aber nicht gekauft werden – weitere Informationen dazu gibt es noch nicht. Der ebenfalls an diesem Adventure beteiligte Publisher 2K Games kümmere sich allerdings momentan darum, das Spiel wieder online zu bringen, erklärte das Unternehmen im Gespräch mit Eurogamer(öffnet im neuen Fenster) . Ob die anderen Titel irgendwann auch wieder verfügbar sein werden, ist unklar.
Viele Spiele von Telltale basieren auf Lizenzen großer Unterhaltungskonzerne. Guardians of the Galaxy und Sam & Max etwa gehören zu Disney – es ist denkbar, dass der Firma das Schicksal von etwas älteren Computerspiele es nicht wert ist, sich mit den nötigen rechtlichen und technischen Details herumzuschlagen.



