Pleite: Österreichische Elektronikkette Ditech ist am Ende
Die insolvente österreichische Elektronikkette Ditech hat keinen Investor gefunden. Das teilten die Gläubigerschutzverbände KSV 1870 und AKV am 3. April 2014 mit. Das "dringend notwendige frische Kapital" konnte nicht gefunden werden, hieß es.
"Deshalb hat der Insolvenzverwalter den nötigen Schritt gesetzt und den Antrag auf Schließung beim Handelsgericht Wien eingebracht" , sagte ein KSV-Sprecher der Nachrichtenagentur APA(öffnet im neuen Fenster) (Austria Presse Agentur). Er rechne "mit einer rasch beginnenden, geordneten Liquidation" . Es finde ab sofort ein Ausverkauf in den noch offenen Ladengeschäften statt. Ein Totalausfall für die Gläubiger sei nicht ausgeschlossen.
Ditech galt als eine der größten Elektronikketten des Landes und beschäftigte nach eigenen Angaben 255 Mitarbeiter an 22 Standorten. Unter der Eigenmarke Dimotion hatte das Unternehmen in Wien eine Fertigung. Im Jahr 2012 erwirtschaftete Ditech noch einen Umsatz von 120 Millionen Euro.
Am 24. März 2014 hatte Ditech das Sanierungsverfahren in Fremdverwaltung beim Handelsgericht einreichen müssen(öffnet im neuen Fenster) . Zu der Zeit gab es noch Hoffnungen auf "neue, potenzielle Interessenten für eine Finanzbeteiligung" . Man sei "zuversichtlich, mit Hilfe eines Investors den insolventen Computerhändler sanieren" zu können. Laut aktueller Bilanz lagen die Schulden von Ditech bei 25,8 Millionen Euro.
"Ich habe Fehler gemacht: Ich habe mich vom Erfolg des Ditech-Konzeptes und dem damit einhergehenden Wachstum blenden lassen und unterschätzt, wie wichtig es ist, dieses enorme Wachstum nachhaltig finanziell abzusichern" , hatte Gründer Damian Izdebski in einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) erklärt.