Playstation: Wegfall physischer Discs könnte Games günstiger machen, meint Manager
Sony hält weiterhin an seinen Plänen fest, die nächste Playstation-Generation ohne Laufwerk für Spiele auf physischen Datenträgern zu entwickeln. Jacob Navok, ein ehemaliger leitender Manager bei Square Enix bis 2015, sieht das als eine Chance. Vor allem werden sich laut seiner Auffassung Preise für digitale Spiele verringern und sich dem aktuellen Niveau von Spielen auf Steam und anderen PC-Launchern anpassen.
"Ohne physische Datenträger, die digitale Inhalte gewissermaßen als Geisel halten, werden wir eine größere Preisspanne erleben – ähnlich wie bei Steam", schreibt Navok auf X(öffnet im neuen Fenster). Er weist dabei auf die laufenden Kosten für Produktion, Distribution und Inventarführung physischer Datenträger hin. Seine Prognose legt er an einem Beispiel dar: So hat sich laut Aufzeichnungen der Plattform SteamDB(öffnet im neuen Fenster) der Preis für Final Fantasy 16 über die Monate stets verringert.
Die Statistik zeigt allerdings nur, dass der Preis in Sales-Zeiträumen stetig niedriger wird. "Wir werden mehr Verkaufsaktionen und dynamische Preisgestaltung nach dem Vorbild von Steam erleben, da die Publisher stärker miteinander konkurrieren werden.", schreibt Navok.
Preise fallen durch Digital Only?
Nach einem temporären Verkaufsangebot ordnet sich der Preis für FF16 wieder bei in diesem Beispiel angesetzten 50 Euro ein. Ähnliches lässt sich auch aus Statistiken für den Playstation Store auslesen. Laut der Plattform Psprices(öffnet im neuen Fenster) startete Final Fantasy 16 bereits mit 70 Euro in den Handel. Erst Ende 2024 wurde der Preis auf dauerhafte 50 Euro reduziert. Zudem stieg die Frequenz für Sales auf ein ähnliches Niveau wie auf Steam.
Die Preisreduktion von 70 auf 50 Euro kam erst durch die Öffnung des Spiels auf weitere Plattformen, im September 2024 etwa Steam, zustande. Es scheint, als habe also nicht der Wegfall physischer Medien primär für eine Reduktion gesorgt, sondern die Konkurrenz durch andere digitale Marktplätze – ein Gegenargument zu Navoks These. Kommentare unter dem X-Post erwähnen zudem den Gebrauchtmarkt, der durch den Fokus auf digitale Spiele verkleinert werden könnte.
Schauen wir auf die Vergangenheit, wird auch klar: Preise für Spiele auf Konsolen hatten schon zu Zeiten die Tendenz zu höheren Preisen, als auch PC-Spiele noch primär auf physischen Medien verkauft wurden. Es wird sich zeigen, ob der ehemalige Square-Enix-Manager mit seiner Aussage Recht behält. Die nächste Playstation soll aber nicht in den nächsten Jahren kommen. Stichwort: Speicherpreise.
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