Playstation: Gran-Turismo-Spieler umgehen Mikrotransaktionen

Findige Spieler haben einen Weg gefunden, um das Geschäftsmodell von Gran Turismo 7 zu umgehen. Statt stundenlang selbst Rennen zu fahren und damit die nötige Spielwährung zum Kauf virtueller Autos zu verdienen, automatisieren sie den Prozess. Ein Nutzer beschreibt den Vorgang im Forum PSN Profiles(öffnet im neuen Fenster) .
Alles was dazu benötigt wird, ist ein Windows-PC mit den beiden Anwendungen Autohotkey(öffnet im neuen Fenster) , Sonys offizieller PS-Remote-Play-App(öffnet im neuen Fenster) und ein paar Scripts(öffnet im neuen Fenster) . Danach fährt der Wagen automatisiert immer wieder dieselbe Strecke ab und verdient damit bis zu 15 Millionen Einheiten der Spielwährung an einem Tag. Im PSN Store(öffnet im neuen Fenster) würde diese Summe knapp 150 Euro kosten.
Mit dem Patch 1.08 haben Sony und Entwickler Polyphony große Änderungen an der In-Game-Economy des Spiels vorgenommen. Die Belohnungen für Rennen wurden gesenkt. Das machte teure Autos nahezu unerschwinglich – es sei denn, man kauft Credits per Mikrotransaktion nach. Zuvor hatte ein anderer Patch schon dafür gesorgt, dass Gran Turismo 7 über 30 Stunden lang nicht spielbar war(öffnet im neuen Fenster) .
Die Nutzerwertung auf Metacritic steht mittlerweile bei 1,7 von 10 Punkten und damit im starken Kontrast zur Metascore von 87. Die größtenteils positiven Tests von Gran Turismo 7 wurden jedoch für eine frühere Version geschrieben. Auch Golem.de fand Gran Turismo 7 mehr als gelungen .

Am 18. März veröffentlichte Sony eine Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) . "Ich möchte, dass die Spieler in GT7 auch ohne Mikrotransaktionen viele Autos und Rennen genießen können" , schreibt Sony-Vizepräsident Kazunori Yamauchi darin. "Gleichzeitig ist die Preisgestaltung der Autos ein wichtiges Element, das ihren Wert und ihre Seltenheit vermittelt, daher halte ich es für wichtig, dass sie mit den realen Preisen verknüpft ist."



