Playstation 4: Sony macht Jagd auf SDK 4.5

Forenbeiträge und ein offenes Homebrew-SDK für die Playstation 4 als Kollateralschaden: Bei der (legitimen) Jagd auf die Entwicklersoftware SDK 4.5 sind Anwälte von Sony laut einem Medienbericht offenbar übers Ziel hinausgeschossen.

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Das SDK 4.5 für die Playstation 4 ist vor einigen Wochen ins Netz gelangt.
Das SDK 4.5 für die Playstation 4 ist vor einigen Wochen ins Netz gelangt. (Bild: Sony)

Mithilfe des Urheberrechts versuchen Anwälte von Sony in den USA derzeit, eine vor Wochen ins Netz gelangte Version des offiziellen Software Development Kit 4.5 (SDK) für die Playstation 4 zu löschen. Das scheint relativ gut zu klappen - allerdings ist die Firma dabei laut einem Bericht von Arstechnica.com über das legitime Ziel hinausgeschossen.

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Das Magazin berichtet, dass neben dem offiziellen SDK auch Forendiskussionen und Beiträge im sozialen Netz ins Visier der Sony-Anwälte geraten seien. Vor allem aber sei versucht worden, die weitere Verbreitung eines quelloffenen Homebrew-SDK zu stoppen, das schon seit Jahren auf Github zum Download bereitstehe.

Noch ist die Software dort verfügbar. Eine andere Seite namens Wololo, die sich mit dem Hacken von Konsolen beschäftigt, habe laut Arstechnica allerdings gesagt, dass man sich nicht auf einen langen Rechtsstreit mit Sony einlassen wolle, sondern im Zweifel eher Daten löschen würde - mit dieser Einstellung dürfte Wololo nicht alleine dastehen.

Das Homebrew-SDK setzt zwar eine gecrackte PS4 mit Firmware 1.76 voraus und operiert damit bei der Anwendung mindestens in einer Grauzone. Die Software selbst ist aber rechtlich unproblematisch, soweit sich das derzeit sagen lässt.

SDK 4.5 seit einigen Wochen im Netz

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Die tatsächlich problematische Version des offiziellen SDK 4.5 ist nach Darstellung von Arstechnica mittlerweile im Netz nicht mehr ohne weiteres zu finden. Alle offensichtlichen Links würden eine Fehlermeldung liefern, und nur mit viel Suche sei noch der ein oder andere funktionierende Mirror aufzutreiben. Die Software sei vor einigen Wochen von einem Hacker mit dem Pseudonym Kromemods veröffentlicht worden.

Das ist aus Sicht von Sony ärgerlich, weil es zum einen gegen die Lizenzbestimmungen verstößt, zum anderen - und das ist das eigentliche Problem - besteht zumindest die Gefahr, dass andere Hacker sich mit dem hardwarenah arbeitenden Werkzeugen unerwünschten Zugang zu den abgeschotteten Systembereichen der Konsole verschaffen oder über die Dokumentation auf Sicherheitslücken aufmerksam gemacht werden.

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