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Playground: Netflix startet Spiele-App für Kinder

Ein neuer Gaming-Ableger von Netflix richtet sich gezielt an Familien – die gelten als relativ treue Kunden für Abos.
/ Peter Steinlechner
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Logo am Netflix-Hauptquartier in Los Angeles (Bild: ROBYN BECK/AFP via Getty Images)
Logo am Netflix-Hauptquartier in Los Angeles Bild: ROBYN BECK/AFP via Getty Images

Netflix baut sein Spielegeschäft weiter aus und startet mit Playground erstmals eine eigenständige App nur für Kinder. Anders als bei den bisher verfügbaren Mobile Games, die in der Haupt-App integriert sind, gibt es damit nun eine separate Plattform mit einem Fokus auf einfache Bedienung, bekannte Figuren und möglichst sichere Nutzung.

Zum Start richtet sich Netflix Playground an Kinder bis etwa acht Jahre. Die App bündelt eine wachsende Auswahl an Spielen, die direkt über das bestehende Netflix-Abo verfügbar sind. Werbung, In-App-Käufe oder zusätzliche Gebühren gibt es nicht. Viele Inhalte sollen zudem offline spielbar sein, etwa für Reisen.

Zunächst ist die App nur in Ländern wie den USA, Großbritannien oder Kanada verfügbar. Im weiteren Ländern inklusive Deutschland ist der Start für den 28. April 2026 auf Android und iOS vorgesehen. Ob der Funktionsumfang und die Inhalte dann identisch sind, ist allerdings offen.

Kinder und Familien sind wichtige Zielgruppe

Inhaltlich setzt Netflix Playground(öffnet im neuen Fenster) vor allem auf bekannte Kinderformate. Genannt werden unter anderem Spiele zu Peppa Pig, zur Sesamstraße oder zu Figuren aus den Büchern von Dr. Seuss. In Europa könnten andere Inhalte verfügbar sein, gerade bei Lizenzen für Kinderformate gibt es häufig regionale Unterschiede.

Strategisch markiert die App einen nächsten Schritt im Gaming-Vorstoß von Netflix. Seit 2021 versucht der Streaminganbieter, ein eigenes Spieleangebot aufzubauen, blieb damit bislang aber hinter den Erwartungen zurück; immer wieder wurden Projekte eingestellt.

Mit Playground rückt nun gezielt die junge Zielgruppe in den Fokus. Kinderinhalte gelten als besonders wichtig für die langfristige Kundenbindung, da Familien ihre Abos seltener kündigen.

Die neue App ist damit nicht nur ein weiteres Spieleangebot, sondern Teil einer breiteren Strategie, das eigene Ökosystem stärker auszubauen. Ob das Konzept langfristig aufgeht, dürfte sich erst nach dem weltweiten Start zeigen.


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