Playfab: Dedizierte Gameserver weltweit auf Microsoft Azure mieten

Microsofts Akquise von Playfab macht sich bezahlt: Das Unternehmen will Multiplayer-Server auf seiner Azure-Infrastruktur anbieten. Vorteile wie recht geringe Latenzen und globale Verfügbarkeit sollen Entwickler überzeugen.

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Auch Playstation-Games können mit Playfab funktionieren.
Auch Playstation-Games können mit Playfab funktionieren. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Microsoft ermöglicht den Betrieb dedizierter Gameserver auf seiner Azure-Infrastruktur. Playfab Multiplayer Services 2.0 heißt der Dienst, der in einer Previewversion vorgestellt wird. Das berichtet Microsoft in einem Blogeintrag. Der Vorteil soll sein, dass sich Entwickler um ihre Games kümmern können, während Azure Ressourcen automatisch zuweist. Zudem kann ein Spieledienst damit weltweit bereitgestellt werden, da Microsoft Verfügbarkeitszonen in vielen Regionen betreibt.

Startpunkt zum Erstellen eines Gameservers ist eine bereits bekannte Weboberfläche, über die Entwickler neue Serverinstanzen erstellen können. Zur Auswahl stehen virtuelle Maschinen vom Typ Av2 mit maximal 64 GByte RAM, acht CPU-Kernen und 80 GByte SSD-Speicher. Alternativ sind etwas leistungsfähigere Versionen, Dv2 und Fv2, möglich. Innerhalb der Software stellen Kunden mit Drop-down-Menüs und anderen GUI-Elementen die Verfügbarkeitszonen ein und wie viele Server sie dort schalten wollen. Server senden rund um die Uhr Diagnoseinformationen zudem zu Kunden zurück, damit diese Statistiken anschauen oder Troubleshooting durchführen können.

Ein Server, alle Server

Multiplayer-Server-APIs werden an alle SDKs von Playfab-Servern weitergeleitet. Im Prinzip können Entwickler ihr Spiel so auf einen Server optimieren und diese Vorlage bei allen anderen Servern anwenden, da die Struktur aller Azure-Server-VMs gleich ist. Außerdem versichert Microsoft geringe Latenzen zwischen Clients und Servern und verweist dabei auf die eigene Expertise im Bereich Xbox.

Auch Playfab-Server werden von Microsoft nach Stunden abgerechnet. Das könnte bei global erreichbaren Spielen recht teuer werden. Entwickler sollten zuvor Berechnungen anstellen, ob sich ein großer Cloud-Dienst wie Azure wirklich lohnt. Microsoft scheint das Unternehmen Playfab zumindest nicht umsonst gekauft zu haben.

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