Abo
  • Services:
Anzeige
Mozilla veröffentlicht Playcanvas als Open-Source-Software.
Mozilla veröffentlicht Playcanvas als Open-Source-Software. (Bild: Playcanvas)

Mozilla-Hacks: Web-Spieleengine Play Canvas als Open Source veröffentlicht

Der Code zu Mozillas WebGL-Spieleengine Play Canvas steht nun frei zur Verfügung. Dies geschieht nach nach drei Jahren Entwicklung, an der ARM, Activision und Mozilla beteiligt sind.

Anzeige

Mit Firefox 4 integrierte Mozilla erstmals WebGL-Funktionen in seinen Browser. Kurz nach dessen Veröffentlichung im Frühjahr 2011 begann die Entwicklung der Spieleengine Play Canvas. Nun steht der Quellcode dazu unter der MIT-Lizenz zum Download über Github zur Verfügung.

Vollwertige Javascript-Engine

Die Engine von Play Canvas ist komplett in Javascript geschrieben und enthält laut Eigenbeschreibung alle Bestandteile, die notwendig sind, um ein Spiel für das Web zu schreiben. So beinhaltet Play Canvas Frameworks zum Umgang mit Grafiken, Physik, Animationen, 2D- und 3D-Audio-Quellen, verschiedenen Eingabegeräten sowie ein Komponenten-System zur Verwaltung der High-Level-Objekte eines Spiels. Die Fähigkeiten zeigt Mozilla in einer Online-Demo, die nicht weniger als 200 Zeilen Code umfasst.

Um eine entsprechende Leistung der Spiele zu gewährleisten, greift Mozilla auf maschinengenerierten Asm.js.Code zurück. Der leistungskritischste Teil, die Physik-Engine, ist die frei verfügbare Bullet Bibliothek, welche unter anderem in GTA V verwendet wird. Sie ist mit Emscripten in Javascript-Code überführt worden. Der Grafik-Renderer verwendet die WebGL-Schnittstelle des Systems.

Die Webseite von Play Canvas ist mit dem Framework selbst geschrieben und gibt einen kleinen Einblick in die damit verbundenen Fähigkeiten. Über die Webseite lassen sich Spiele in Gruppen erstellen und anschließend auch dort hosten. Für Teams mit mehr als zwei Beteiligten verlangt Mozilla für diesen Dienst eine monatliche Gebühr. Damit erstellte Spiele lassen sich aber auch schnell in iOS- oder Android-Apps umwandeln.

Späte Freigabe

Eigentlich verfolgt Mozilla gemeinnützige Ziele und sieht sich selbst den Zielen von Open-Source-Software verpflichtet. Bestes Beispiel dafür ist natürlich der Firefox-Browser und darin enthaltene Techniken, die frei verfügbar sind, worauf in dem Browser sogar explizit hingewiesen wird.

Der Code der Engine Play Canvas steht nun erst nach etwas mehr als drei Jahren frei zur Verfügung. Die liberale Lizenzierung dürfte darüber hinaus zwar zu der gewünschten weiten Verbreitung führen, es ist aber davon auszugehen, dass die meisten Spiele eben nicht frei lizenziert werden. Viele Nutzer führen so wohl unbemerkt unfreien Code aus, was die Free Software Foundation als Javascript-Trap bezeichnet.

Nachtrag vom 5. Juni 2014, 14:40 Uhr

In der ursprünglichen Fassung des Artikels schrieben wir, dass Play Canvas bei Mozilla entstanden sei. Die Engine ist jedoch eine Gemeinschaftsarbeit von ARM und Activision mit Unterstützung von Mozilla. Wir haben dies im Artikel entsprechend korrigiert.


eye home zur Startseite
Haxx 05. Jun 2014

Die 3D Physikengine ist im übrigen Bulletphysiks mit EMscripten kompiliert. So wie bei...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Reute bei Freiburg im Breisgau
  2. GALERIA Kaufhof GmbH, Köln
  3. twocream, Wuppertal
  4. R&S Cybersecurity ipoque GmbH, Leipzig


Anzeige
Top-Angebote
  1. 89,90€ (Vergleichspreis ab 129,84€)
  2. (u. a. Playstation 4 + Spiel + 2 Controller 269,00€, iRobot Roomba 980 nur 777€)

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Yodobashi und Bic Camera: Im Rausch der Netzwerkkabel
Yodobashi und Bic Camera
Im Rausch der Netzwerkkabel
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Preisschild Media Markt nennt 7.998-Euro-Literpreis für Druckertinte

Vernetzte Hörgeräte und Hearables: Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
Vernetzte Hörgeräte und Hearables
Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
  1. The Dash Pro Bragis Drahtlos-Ohrstöpsel können jetzt auch übersetzen
  2. Beddit Apple kauft Schlaf-Tracker-Hersteller
  3. Smartwatch Huawei Watch bekommt Android Wear 2.0

In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. id Software "Global Illumination ist derzeit die größte Herausforderung"
  2. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)

  1. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    ve2000 | 03:26

  2. Re: Unix, das Betriebssystem von Entwicklern, für...

    __destruct() | 03:26

  3. Re: Wirklich nicht umweltfreundlich?

    Onkel Ho | 03:25

  4. Handyvertrag Vergleich

    Aralender | 03:03

  5. Re: Unity ist auch eine vergleichsweise gute Engine

    Sammie | 02:49


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel